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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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rauh und hart und der Stapel nicht geschloffenwar. Der Wollcharakter des Muttcrviehs ist größten-beils eine regelmäßige Kräußelung, Köpfe undSeiten sind meistens gut besetzt, der Widerristaußerordentlich schön, der Bauch jedoch, wenn auchnicht gerade kahl, doch stark markirt und dünn.Die meisten Thiere hatten eine kurze edle Wolle,runde Hälse und keine Falten und Kader, viele hat-ten jedoch Falten und Pechschweiß und zeigten beieiner langen Wolle den Charakter der HollitscherHeerde. Der Mehrzahl der Sprungböcke nach, unterdenen sich einige sehr hübsche Thiere fanden, scheintman einen mehr schlichten Wollcharakter erzielen zuwollen, wodurch die Feinheit der Wolle verlorengehen wird. Die Lämmer waren sehr gleichmäßigund sehr hübsch, sehr wenige mit Falten, und dannmir einige feine Halsfalten."

Die hiesige Schäferei hat für ihre Böcke zweiClaffenpreise von 15 20 Thaler (26'/.35fl.).siür die Mutterschafe 6 10 Thaler (10'/,17'/, fl.).

Ueber das Kammergut Lohmen und die Ein-führung einer zchnseldrigen und sechsseldrigen Wirth-schaft auf seinem 276 sächs. Acker (483 würt. M.)großen Areal gibt Herr Professor vr. Schweitzer inseinem landwirthschaftllichen Jahrbuch einen genauen,lehr lehrreichen Bericht. Mit der relativ geringen Un-terstützung von 85 sächs. Acker (148^ würt. Morg.)Wiesen und 43 sächs. Acker (75'/. würt. Morg.)Hutungen hat man es nun dahin gebracht, eine1000 Stück zählende Schasheerde ohne alle wei-tere Trifftgerechtigkeitcn zu halten, was früher bei