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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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Das Auge sieht nichts als Stoppelfelder, die mitreiner Brache abwechseln. Die Dörfer sind weit aus-einander. Zwischen ihnen begegneten uns Heerden,aus Schafen und Schweinen zusammengesetzt, zuweilenvermehren auch noch Kühe und Ziegen das Gemisch,in welchem die oft gestörte Eintracht die Peitscheeines einzigen Hirten wieder herstellen muß.

Des Nachmittags setzten wir über das wildeWasser der Moldau und kamen nach Weltrus,wo sich die Herrschaft des Grafen Chotek in günstige-rem Lichte bemerkbar machte. Ueberhaupt nimmt dieCultur wieder zu. Bald waren wir in Klitschan, iudessen Nähe der Vater eines meiner HohenheimerFreunde, Herr Matthias Friedrich, Ritterv. Riese begütert ist. Diesen zu besuchen, ließ ichmich in dem dortigen Wirthshaus mit meinemGepäckeabsetzen. Schon dankte ich Gott , der Arche entrommenzu seyn, allein zu bald ich befand mich in einemböhmischen Dorfe, weder Wirth, noch Wirthin,noch Hausknecht konnte meine Fragen beantworten,die guten Leute verstanden mich so wenig, wie ichsie. Was thun? Verlegen trommelte ich amFenster und malte mir das Nachtlager, das meinerin dieser bescheidenen Hütte harrte, bereits in mehrund minder grellen Farben aus, da fuhr ein leererVierspänner vorbei. Eine höhere Eingebung ließmich in diesem meinen Schutzgeist ahnen, ich reißedas Fenster auf halt! o Himmel! es war dieEquipagedes Herrn v. Riese, die mich in einer halbenStunde nach seinem Wohnsitz Jung fern Brzöz an(sprich Brschösan) brachte. Mein einmal auf-gegangener glücklicher Stern wollte, daß der junge