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Samstag, den 14. September.
Fahrt nach Brunn. — Das mährischr Erbirgr. — Die BräunnEbene. — WeKonom Straznicky. — Vcbonom ZurheUc.
Auch diese Nacht ging vorüber und wohlgemutesrollte ich heute früh in einem Privatstellwagen zumThore hinaus und nach Mähren hinein. Der Wegzieht sich die ersten 3—4 Meilen durch das Mäh-rische Urgebirge und zeigte in klimatischer undlandwirthschaftlicher Hinsicht nur rauhes, wenigbebautes Land. Die Erndte war größtenteilsnoch auf dem Halm und weite Haberstrecken bedeck-ten den Boden. Die Häuser dieser Gegend bestehenganz aus Holz, dabei sind, wie in unserm Schwarz-wald , Balken auf Balken gelegt. Auch haben sichdie in Böhmen übliche Schindeln- und Strohdächerhier erhalten. Hinter Gros - Meseritsch gegenGrosbitesch und Gros-Namiescht hin fällt das Ge-birge nach und nach ab, um endlich in die BrünnerEbene überzugehen. Die Gegend wird wieder milderund rechts und links unterbrechen größere Meier-höfe die langen Waldungen. Diese Wälder sindin Verruf der Unsicherheit, und ein Wiener Eommis,der sich uns in Gros-Bitesch beigesellt hatte, er-mangelte nicht, den weiblichen Theil der Gesellschaftdurch schauerliche Erzählungen in Angst zu setzen.Ucbrigens war dieser junge Mann das wahre Muster-Eremplar eines „Wieners;" er unterhielt uns durchseine Schnurren und Wiener Witze unausgesetztund war die Gefälligkeit selbst, ohne meine durch