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mit meinem böhmischen Knecht, der kein Wort deutsch verstand, nach Czaslau zurück. Da wir vom Ge-birge westlich herabkamen, so hatten wir stets freieAussicht in die schöne Gegend und sahen unserZiel immer vor uns liegen. Leider hatte aber vorzwei Jahren eine Fcuersbrunst den Kirchthurm derStadt, sonst den höchsten Böhmens , um die Hälfteniederer gemacht. Von Czaslau fuhr ich mit demPoststellwagen nach Jglau. Je höher man derletztem Stadt zukommt, desto öder und leerer wirddie Gegend und man sieht gar bald, daß man mitdem böhmischen Kesselland auch dessen schönerenTheil verlassen hat. An etwas anderes bemerkteich aber, daß ich in Oestreich war. Denn obgleichder Stellwagen. 5'/^ Uhr des anders Tagsauf dem Stockerauer Bahnhof seyn soll, damitdie Passagiere den Abendtrain nach Wien be-nutzen können, fand es doch die ganze Reisegesell-schaft, auf den Rath eines erfahrenen Gefährten,für besser, den Conducteur und die Postillions ge-meinschaftlich zu schmieren und auf diese Weisezu Erfüllung ihrer Pflicht anzuhalten. Die Postil-lions versäumten übrigens dessenungeachtet nicht,den einzelnen Reisenden um ein Trinkgeld auf jederStation anzubetteln.
Schlag 12 Uhr Nachts kam ich in Jglauan und jeder, der schon um diese Zeit einen hart-hörigen Hausknecht Heraustrommeln und sich dannmit dem ersten besten Zimmer und Bett genügenmußte, wird meine traurige Lage bemessen undmeinen Entschluß gerecht finden, das Lager mitStiefel und Sporen einzunehmen.
Holland, Tagebuch.
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