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Tagebuch über eine mit besonderer Beziehung auf Landwirthschaft unternommene Reise durch Bayern, Sachsen-Altenburg, Königr. Sachsen, Böhmen, Mähren und Oestreich / von Albert Holland
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sind Montejus angebracht und zum Ablassen derFilterkästen besteht eine einfache Vorrichtung, durchTrichter mit verschieden ausmündender Oeffnung.

Die Trockenstuben und Ablaufkammern befindensich theils hinter, theils in 3 Stockwerken über demFabrikraum. Man sucht hier die Bildung großerKrystalle durch höhere Temperatur zu erzielen undbenützt zum Theil metallene Formen; auch soll dieneue Schutzenbach'sche Deckungs-Methode mit auf-gegossenem Syrup in Anwendung kommen. DieZuckerfabrik verarbeitet jährlich 150200,000 oft.(180,000 240,000 württ.) Centner Rüben undverkauft den östr. Centner Zucker zu 28 30 sl.Conv.-Münze (104 Pfund zu 29 fl. 7 kr. -31 fl. 12 kr, rhein .). Mit ihr steht eine Rumfabrik inVerbindung, welche mit einem zusammengesetztenSchwarz'schen und Pistorius'schen Apparatarbeitet.

Des Nachmittags fuhr ich mit Herrn InspektorMayer, einem jüngern Mann aus Ungarn ge-bürtig, auf die Herrschaft hinaus, von der ichaber nur 4 Höfe sah. Sie selbst ist ungefähr4 Quadratmeilen groß, hat 16 Höfe mit 20,000Schafe, 200 Ochsen, 150 Pferde und so fort.Diese Zahlen führe ich hier an, um einen Begriffvon der Ausdehnung des Ganzen zu geben. Es ver-steht sich dabei fast von selbst, daß nur extensivgewirthschaftet werden kann und daß dessen ungeachtetder Zuckerrübenbau der Hauptangel ist, um welchensich die ganze Bewirthschaftung drehen muß. Außerder Zuckerrübe werden noch Reps, Weizen, Roggen,Gerste und Haber im Großen angebaut; lauter