134
abgetheilt, in welchen die Parcellen der einzelnenHauslehenbesitzer mitten inne liegen. Man findetin der Regel das eine Feld in bessern Gegenden mitWinterweizen, das andere mit Sommergerste bestellt,und das dritte ganz brach liegen, so daß hier dieFruchtfolge nach gedüngter Brache, Weizen und dannGerste ist, der wieder Brache folgt. In schlechtemGründen wird Roggen statt Weizen gebaut, naibwelchem dann Haber kommt, im Flugsandboden istselbst Roggen nicht häufig; dagegen viel Buch-weizen und Haber. Die Ursachen dieser unrationellenWirthschaft ohne allen Bracheinbau, welche trotz dergroßen Aussaugung des Bodens nur alle 6—9 Zähreeine Düngung erlaubt und daher auch nur dar l
4—5fache Saatkorn wieder gibt, finden wir keines- iwegs in schlechtem Boden, sondern in folgenden ,
MWänden: t
1) in dem Mangel an Dünger, welcher dein !
geringen Hornviehstand, der ausgedehnten >
Weidwirthschaft, dem Mangel an Futterban i
und Stallfütterung zuzuschreiben ist;
2) in der Waidewirthschaft insbesondere, welcheaußerdem, daß sie die verhältnißmäßig auf-geschlagene Stückzahl nicht genugsam nährt,guten Getreideboden zu dürren ungepflegtenWeiden wegnimmt;
3) in der schlechten Düngerwirthschaft, mitfehlerhaften Dunggruben, nutzlosem Abflußder Gülle u. s. w. Von Aufbringung guterErde, Gyps, Mergel, Asche u. s. w. ist keineRede, obschon deren Herbeischaffung hierweder mühsam noch kostspielig wäre;