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Die ersten Menschen und die prähistorischen Zeiten, mit besonderer Berücksichtigung der Urbewohner Amerikas / nach dem gleichnamigen Werke des Marquis de Nadaillac ; herausgegeben von W. Schlösser und Ed. Seler
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Kap. XV: Kulturgeschichtliches.

gemeinen eine gelbliche Farbe und sind bis über 40 cm lang. Siesind an einem Ende spitz, am andern abgestumpft, mit vierkantigerAbstumpfungsfläche. Die eine Fläche ist unbehauen, die andere zeigtdrei Hauptschlagflächen von länglicher Gestalt neben zahlreichenkleineren Bruchflächen, durch welche die Kanten in eine Anzahlgrober Sägezähne zerlegt werden. Sieht man sich ein solches Stückgenau an, so erkennt man ohne Schwierigkeit die Stelle, wo de 1 'Schlag den Stein getroffen hat, dasAuge , wie es die Sachverstän-digen nennen. Steine von demselben Typus trifft man in der Nach-barschaft von Grand-Pressigny noch an mehreren andern Stellen desPoitou , namentlich zu Preslon bei Leugny-sur-Creuse. de Fe*» 1 'erwähnt auch in Charbonnicres, unweit der Ufer der Saöne, 1111Mäconnais eine über einen Kilometer lange Werkstätte, wo sich Werk-zeuge und Waffen jeder Art, die er mit denen von Pressigny ver-gleicht, zusammen mit den unbehauenen Steinknollen vorfinden. A*bestimmten Stellen, sagt er, ist die Anhäufung der Feuersteinsplitte rso gross, dass man ein Strassenpflaster zu sehen glaubt. Bisweile 11hatte es den Anschein, als seien die Aexte, die Messer und andereGegenstände in grosser Zahl absichtlich in grubenartigen Vertief» 11 'gen vergraben worden. Waren das die Arsenale der Horde oderdas wohlverwahrte Magazin des Fabrikanten? Neuere Entdeckungenhaben in allen Landen so zahlreich ähnliche Werkstätten zu T»o egefördert, dass es rein unmöglich ist, sie alle aufzuzählen. Wir er-wähnen aus Frankreich noch die Feuersteinwerkstätte von La Treich®bei Toul , die einen Flächenraum von über 50 Hectaren einnim®bund deren Fabrikate in die gleiche Zeit mit denen von Le Grand-Pressigny zu gehören scheinen; ferner die von Le Bois du Rochef;welche von Gaules studirt worden ist, welche in zwei verschiedene*Zeitabschnitten der Sitz einer bedeutenden Fabrikation gewesen zu »einscheint; sodann die von Rochebertier, Dpt. Charente, welche man 111die Epoche von La Madelaine setzt, die von Bonaruc bei Dax llUDpt. Landes, von Escalles am Cap Blanc Nez im Pas-de-Calais , vonMarettes im Aulne-Thal, Dpt. Seine infdrieure, von La Chütre 111Berry, bei Vendöme, bei Clamecy u. s. w. In England findenwirkliche Werkstätten von Steingeräthen bei Hoxne in Suffolk »*^au dem verschanzten Lager von Cissbury, in Belgien zu Spien* eSund bei Mons, auf der Insel Anholt im Kattegat , in mehreren Pi»hlbaudörfern der Schweiz, namentlich zu Moosseedorf , wo zahlreich®ausländische Felsarten verarbeitet wurden, zu Argecilla im mittlere*Spanien, zu Bellaria in der Gegend von Bologna , auf der Via Tib» rtina in Rom. Zu Ponte Molle am Tiber , wo die ersten bearbeitete*