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Die ersten Menschen und die prähistorischen Zeiten, mit besonderer Berücksichtigung der Urbewohner Amerikas / nach dem gleichnamigen Werke des Marquis de Nadaillac ; herausgegeben von W. Schlösser und Ed. Seler
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Beweise für Anthropophagie.

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v °n Lourdes , Piette in der von Gourdan zahlreiche mit Ritzen undEinschnitten versehene menschliche Gebeine. Ebenso haben Garbigounnd FinHon aufgeschlagene menschliche Röhrenknochen an ver-schiedenen Stellen des Pyrenäengebiets unter der Asche und denKohlen der Herdstätten gefunden. In Bruniquel war ein menschlichesStirnbein in derselben Weise wie Wiederkäuerschädel aufgeschlagenund zeigte an seiner Vorderfläche tiefe Einschnitte, die mit einem^ cuersteinmesser hervorgebracht zu sein schienen. Abbe Pouech undKegnault untersuchten die Höhle von Montesquieu-Avantbs, unge-fähr (} km von Saint-Girons. Sie fanden eine Feuerstätte, die voneiner Stalagmitenkruste bedeckt war, und in einer Thonschicht darunterlagen Reste von Wiederkäuern und Raubthieren, unter denen nament-lich der grosse Bär vertreten war, und zwischen ihnen menschlicheGebeine, Schädel, Schenkelknochen, Schienbeine, Ober- und Unter-annknochen, alle in derselben Weise mittels eines stumpfen Instrumentszerschlagen oder mit feinen mit einem schneidenden Instrument hervor-gebrachten Spalten. Bisweilen war das Markloch erweitert, um das^lark leichter herausnehmen zu können. Einige Knochen endlich,Menschliche sowohl wie thierische, waren verkohlt. Der Schluss laga uf der Hand. Beide, Menschenknochen und Thierknochen, waren'l'e Ueberreste menschlicher Mahlzeiten. In Savoyen hat VicomteLepic in der Höhle von La Grande-Barme unter Küchenabfällen undtierischen Resten eine beträchtliche Anzahl zerbrochener menschlicherGebeine gefunden. Ein menschliches Fingerglied zeigte tiefe, mite inem schneidenden Instrument hervorgebrachte quere Furchen. DieKöhle von La Grande-Barme gehört der Uebergangszeit von der neo-üthischen Periode zur Bronzeperiode an. Man hat Bronzegegenstände111 ihr und Geräthe aus geschliffenem Stein gefunden. Auch in derGegend von Paris, zu Villeneuve-Saint-Georges , La Varenne-Saint-^aur trifft man nicht selten ähnliche Spuren cannibalischer Mahl-2e iten.

In der Kents Höhle in England hat man unter den jedenfallsauch nachträglich oft durcheinandergeworfenen Gegenständen sehrVe E8chiedener Art, die sich in dem schwarzen Erdreich finden, auchein ige menschliche Knochen gefunden, die, nach den sehr deutlichenSpuren zu urtheilen, vom Menschen benagt worden waren. Aehn-liches berichtet Owen von dem Kinnbacken eines Kindes, der inSchottland gefunden worden ist, und nach den Untersuchungen, dieKev. Porter in Scarborough angestellt hat, befinden sich dort mehrereSkelette mit zerbrochenen oder aufgeschlagenen Knochen, ordnungs-1° 8 hingeworfen, einen wüsten Haufen bildend. Bei dem Dorfe Hammer