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Kap. XV : Kulturgeschichtliches.
Epilepsie und ähnliche Krankheiten vorgenomtnen wird. Es wäreauch möglich, dass man, wie wir das heutzutage thun, die Trepanirungin Anwendung brachte bei gewissen Knochenerkrankungen oder beibestimmten Kopfwunden. Der im Dolmen von Bougon gefundeneSchädel, einer der aus der Grotte von Sordes stammenden, sowieeiner aus der Höhle de L’Homme Mort könnten hier als Belege an-geführt werden. In der That müssen wir ja voraussetzen, dass dieMenschen der Urzeit gewisse chirurgische Kenntnisse besassen, Kennt-nisse, wie sie etwa heutzutage ein sogenannter Ziehmann oder Knochen'einrenker besitzt. Denn wir haben ja schon aus der paläolithiscbenZeit eine Anzahl Fälle anführen können, wo Knochenbrücbe undVerletzungen der schwersten Art zur Heilung gelangt waren ‘).
Professor Biioca ist indes der Ansicht, dass therapeutische Zweckeder einen oder andern Art nicht ausreichend seien, um die vorkommendenFälle von Trepanirungen zu erklären, und er glaubt noch andereGründe hierfür heranziehen zu müssen. Ihm war einerseits die grosseAehnlichkeit der Schädelscheibchen aufgefallen, ihre stets gleiche An'fertigungsweise, die augenscheinlich bestimmten festen Regeln unter-worfen war. Andererseits hatte er beobachtet, dass die Zahl dertrepanirten Frauen nicht wesentlich von der der Männer abweicbß;dass aber alle operirten Individuen, des einen wie des andern G e 'schlechts, in jugendlichem Alter der Operation unterzogen wordenwaren * 2 * * * * ). Manche hatten lange Jahre nach der Operation gelebbdenn die Verwundung zeigte oft sehr alte Vernarbung und war bi 0 'weilen von einer compacten Scheibe bedeckt, die durch Neubildungentstanden war. Schliesslich konnte man an einem der von PRUNißn® 9 ^eingesandten Schädel einerseits eine alte, vernarbte Wunde untc rscheiden, andererseits zwei Ausschnitte, die nach dem Tode gemach*worden waren und an die erste Schädeldurchbohrung sich anschlossen -Das Individuum war also in seiner Jugend oder in seiner Kindbe**trepanirt worden. Darüber konnte kein Zweifel bestehen, die Vef'
0 v>Stir diverses pifeces on voit des fractnres consolidees avec unelaritd qui donne une träs bonne opinion de l’habiletä des rebouteurs des teU>P 9näolithiques; la consolidation d’une fracture de l’extremitß inf^rieure du tibi flune autre du col du fümur, ne sont pas au dessous de ce que peuvent dü sirerles plus habiles chirurgiens du XIX' sifecle.“ Pruniires in Assoc. frans- P° ufl’avancement des Sciences. Clermont 1876. p. 816.
2 ) An einem der von Prunidres eingesandten Schädel war die die N» rbe
kreuzende Lambdanaht selbst nicht verwachsen. Das ist ein sicherer Be , ' ,e ’ s '
dass die Verletzung aus der Kindheit und aller Wahrscheinlichkeit nach aus d®
frühsten Kindheitszeit stammt. Pruni&res führt auch den Schädel eines 4- * ,1 ‘
5jährigen Kindes an, welcher eine grosse vernarbte Schädeldurchbohrung z e 'B te '