Einleitung.
Das Land, welches in frühem Zeiten Helvetiennachher die Eidgenossenschaft und späterhin dieSchweiz genannt wurde, liegt im Süden von Europa ,und besteht aus hohen, zum Theil mit ewigem Eise be-deckten Bergen, an deren Fuße grössere und kleinereThäler sich hinziehen. Wie lange diese, mit undurch-dringlichen Wäldern bedeckt, nur vom Geschrey wilderThiere ertönten; wann zuerst einzelne Menschen — ausLiebe zur Einsamkeit oder Freyheit — mit Wenigem ver-gnügt, sich hier von Jagd, Fischfang und Viehzuchternähret haben, ist unbekannt. Die Jahrbücher derGeschichte nennen zuerst, in der Blüthe des RömischenFreystaats, die Helvetier als glückliche, unabhängigeBewohner dieses Landes, den benachbarten Galliern undGermanen furchtbar, selbst Römischer Kriegskunst nichtgleichgültig. Die Kunde, von einem schönen Lande ander Mittagseite der Alpen , in welchem der Himmel nurkurze Zeit von Wolken getrübt, und die Erde selten mitSchnee bedeckt werde, wo dagegen die angenehmstenFrüchte gedeihen, und der Ehrgeiz eines reichen Mit-bürgers, rissen sie aus dieser Genügsamkeit. Entschlos-sen eine bessere Heimath zu suchen, verbrannten sie
r