gund. Karl hatte von seinem Vater Philipp dem Gu-ten ein blühendes ausgedehntes Reich, von den Mün-dungen des Rheins bis an die Ufer der Rhone und einengrossen Schatz geerbt, wodurch Land und Söldner leichtzu finden waren. Ein ausgezeichneter Krieger und wei-ser Herrscher benutzte er freudig das Anerbieten, streckteGeld vor und erhielt zum Unterpfand das Elsaß, denSundgan, die Grafschaft Pfirt, den Schwarzwald unddie Waldstädte am Rhein . Dadurch kam der mächtigeHerzog mit den Eidgenossen in Berührung, die durchden Trotz seiner Beamten gleich anfangs unangenehmwurde. Der schlaue König von Frankreich benutzte dieseVerhältnisse zum Verderben des Herzogs von Burgund .Erst schloß er mit den Eidgenossen ein Bündniß, danngab er dem Erzherzog Geld die verpfändeten Länder wie-der einzulösen; als Karl dieses verweigerte, verband sichOestreich mit den Eidgenossen. Hiezu hatte der Königviele Summen verwendet; den Krieg gegen Burgund zuentflammen kostete noch mehr; denn der Herzog zählteunter den angesehensten Schweizern viele Freunde, den-Eidgenossen im Gebirge war der Krieg zuwider, undKarl zeigte sich, selbst nach der rechtswidrigen Hinrich-tung seines Vogts Hagenbach , noch immer zum Frie-den geneigt *). Ludwig der Elfte wäre nicht zum Zwe-cke gelangt, wenn er nicht durch Geld den mächtigen
*) Ist Johannes Müller die zweyte Gesandschaft Karls, nachdem Tode Hagenbachs entgangen? Wattenwil (liisiuir«-s«
Is Lollkssersllon lrelveügue. Vverüon 1768- 8 -) I. 228;
T scharn er (Geschichte der Eidgenossen Zürich 1789. 8.) N,67, und Lauffer (Beschreibung Helv. Geschichte. Zürich 17Z6— 58. 8.) V, Z17. ff. führen ste an.