Mittel ihn der Parteywut zu entreißen, als die Flucht;eines Abends wurden die Wächter theils bestochen, theilseingeschläfert; auf der Flüh entkam^"); ein Stadtläu-fer trug ihn durch den Fluß, sein Freund Michel Gla-ser aus Bern wartete mit einem Pferde auf ihn; sieritte» nach Neuenburg
Die Nachricht, von auf der Flüh's Entweichung, ,5n.brachte in Freyburg Alles in Bewegung; man setzte Januarihm nach und das aufrührerische Volker) drohtedie Häuser seiner Freunde zu plündern. Der Schult-heiß Arsent und andere Gefährdete, noch im Gottesdien-ste, blieben, von einem Berner gewarnt, in der Kir-che; mit Mühe hielten die Priester den blutdürstigenPöbel vom Eindringen ab ^4). Die Eingeschlossenenbekamen denselben Tag, stets umlagert feine Speise;ein kleines Feuer ^6) schützte sie vor der grimmigenKälte. Nach einiger Zeit gestattete man ihnen in dieFreystätte zu den Barfüßern, späterhin in ihre Wohnun-gen zu gehen, Alles auf Bitte der Bernischcn Bot-schaft, welcher man auch rechtliches Berfahrcn zu-sicherte^?); bald aber wurden die Gefangenen in dieFreystätte zurückgeführt,«weil es unmöglich war, sie vor
36o) Anshelm.
z6>) Anshelm; Lrei-burg an Soloturn 22 Januar.
Z62) AnShelm; Wkstbucg an Soloturn 22 Januar.
Z6z) „Do ward ein grosser Uslauf, als man desglichen in 60Jahr gehört noch gestchen hat, Gott vecgelrs dem Bischofvon Wallis , der hak ihnen ein Chrisam angestrichen, der inlanger Zit in der armen Stadt Zryburg nic abgewäschen wird":Geschichte S. iig
564) „Wollt man sie erstechen und durch ihreHüser laufen"; Ge-schichte S. 120.
Z65) „Wohl mit Lo Personen"; Geschichte a. a. O.
366) „Wurden in der Kirchen etlich Stil zerhauen und verbrennt";Geschichte.
367) „In keinerlei Weg mit Riemands kein Gewalt ze beuchen,sonderS Jedermann bp Nicht zu bilden lassen"; Geschichte.