die Frkedensvorschläge wiederzukehren, sondern um ander Spitze des Heeres nach Mailand zu ziehen.
War überdieß der frühere Versuch, den König vonEngland Heinrich VIII vorn Bunde loszureißen, miß-lungen^'), so öffneten sich dafür Ludwig XII in Italien günstige Aussichten. Der unerschrockene, rastlosthätige,unerbittliche Feind Frankreichs , Papst Julius II warauS der Mitte seiner großen Entwürfe, vor den Rich-tccstuhl des Allmächtigen gerufen worden, noch im 2-Febr.Tode mit den Franzosen kämpfend^). Selbst die Klug-heit des Alters vermochte nicht seine männliche Kraftund sein jugendliches Feuer, wenn sie durch Rachgier,Eigensinn und geistige Getränke gereizt wurden, inSchranken zu halten. Lobenswürdig waren seine Fe-stigkeit und seine Strenge, weil er dadurch die unterseinem Vorgänger vernachläßigte Ordnung wieder her-stellte; sein Eifer für Wissenschaften und Künste — wennauch auf Prachtlkebe und Ehrfurcht gegründet — beför-derte sehr das geistige Wiederaufblühen Cucopa's; abersein kriegerisches Betragen war dem friedlichen Berufeeines Statthalters des Gekreuzigten nicht angemessen;den Sitz der Gnaden und der Vergebung schuf er ineinen Waffenplatz um, und verminderte dadurch das An-sehen der Päpste. Uebrigens entsprach sein Acußeresseinem sonderbaren Betragen: den langen, hagern Körper,auf welchem der kleine, graue Kopf, mit scharfen, feu-rigen Augen und —Ehrfurcht zu erregen^) — einemlangen Barte sich stets bewegte, entstellte ein großerBauch uns unterstützten schwächliche, kranke Beines.
-i) Okröos ll,
22) In den lehren Augenblicken soll er geschrien haben: k'uv,!
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2 Z) X, 75»
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wollen noch über ihn zwey Zeitgenossen sprechen lassen. Guic.