„Gott um Beystand angerüst worden, hier aber wegen„der Menge nicht Platz ist, niederzuknieen, so lasset uns„in unserm Herzen dem Allmächtigen unser Anliegen„empfehlen! — Jetzt dann scheint es mir nothwendig,„zuvorderst ein Wort von der christlichen Kirche zu„sprechen, worauf, wie ich hoffe, die Einwendung weg-„ fallen wird, die nach der letzten Disputation gemacht„ward, daß unsre Versammlung kein Recht habe,„solche Untersuchungen anzustellen." Hierauf entwi-ckelte er nach den Gcundzügen, die bereits früher indiesem Werke angegeben worden, den Begriff der, insämmtlichen Gliedern jeder einzelnen Christengemeindevorhandenen, sichtbaren Kirche. — Gegen diese Redetrat auf Conrad Hofmann, Chorherr am großen Mün-ster mit lebhafter Ermahnung zur Wachsamkeit widerdie Nachstellungen des Teufels, damit Niemand Giftfür Arzney, die Hölle für das Heil annehme. DerPapst Leo und Kaiser Carl haben kürzlich diese neuenLehren verdammt, und so sollten dieselben auch nichtgepredigt werden. Er sey zehn Jahre zu Heidelberg gewesen, oder dreyzehn, habe sich allweg zu den Ge-lehrtesten gehalten, und bey einem frommen und studir-ten Mann gewohnt; mit dem habe er gccssen und ge-trunken oft und manches Mahl; aber nie gehört, daßryan von solchen Sachen disputiren solle. Darum wolleer nicht disputiren, sondern gehorsam seyn, erst demBischof, dann dem Propst, bis die, denen in kirchli-chen Geschäften die Gewalt gegeben sey, zusammenkommen; auch wolle er dem Capitul seine Eide hal-ten, möchte nur der Leutpriester cö ebenfalls thun sH!
94) Die weitläufige Rede HofwannS hat in den Acten mehrerenoch derbere Zuge, and man steht wohl, daß Hätzer sichin einer komischen Zusammenstellung derselben gefiel, auch