Band 
Zweiter Theil.
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Von fünf großen Mittelpunkten gieng das Licht derWissenschaft aus: in der deutschen Schweiz von den Aka-demien zu Zürich, Bern und der Universität Basel ; in derwelschen Schweiz von den Akademien zu Lausanne undGenf . Auf diesen, sämmtlich protestantischen, Anstaltenwurden Geistliche gebildet und auch der übrige Unterrichtwar wesentlich eine Vorbereitung zur Theologie. Indessenward durch den Sinn für Wissenschaft und Freiheit einezu große geistige Regsamkeit unterhalten, als daß dieWissenschaft sich auf jenen Kreis hätte beschränken können.

Die Akademie von Zürich , deren Stiftung eine un-sichere Ueberlieferung Karl dem Großen zuschreibt/) waroftmals, wie dieser Fürst, ein Lichtpunkt mitten in derFinsterniß. Der für alte Gebiete des menschlichen Wissensoffene Sinn der zürcherischen Wissenschaft erweiterte denKreis des Denkens und der Forschung, was so viele selbst-ständige Theologen und berühmte Philologen bezeugen.Viele vereinigten beide Richtungen in ihrem Unterrichtund ihren Werken, z. B. 2. Kaspar Hage »buch,I.Z.Hottinger, Z. Z. Steinbrüchel, deren Name,wie derjenige Hottingers, in der gelehrten Welt jetzt nochvon Gewicht ist; Z. 3. Geßner, Professor der hebräi-schen Sprache und Numismatiker; Kaspar von Orell,der in seinen durchweg klaren Vortrügen über Kirchenge-schichte, später über Philosphie, einen Schatz von Wissenausbreitete; Corrodi, ei» tiefer und kühner Denker imGebiet der Theologie, wie der Philosophie; Johannes

4) Sie führte den Namen Loliegium Larnlinum, nicht den einerAkademie, und die Anstalt oder das Gymnasium, wo der vorbe-reitende Unterricht ertheilt ward, hiesi ciotlogium Iiumauilalis.

5) 1752 —17S3; man sehe unter seine» Werke» besonders die Bey-träge zum vernünftigen Denken in der Religion, Wintcrthur 1781-17St, 18 Hefte. Philosophische Aufsätze und Gespräche, 1786,