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landü schaartcn sich um Bodmer, den kühnen Neuerer,den eher korrekten, als anmuthigen Schriftsteller, denstrengen, zuweilen leidenschaftlichen Richter, der aberSchöpfer einer freien Kritik, Urheber einer Umgestaltungward, weil er die Natur liebte und der Freiheit desGenies wieder Anerkennung verschaffte. Bedurfte manVorbilder, so suchte sie die Schweizerische Schulein England,") wie die Leipziger Schule in Frank,reich; allein mit ihr hebt nichts desto weniger die Zeit derSelbststa'ndigkeit an. In Zürich hat sich der eigenthüm-liche Charakter der schweizerischen Literatur gebildet.").
In Deutschland unternahm ein zwanzigjähriger Dich-ter, entzückt von Homer , den er in der Ursprache las,und von Milton, den er durch BodmerS Uebersetzungkannte,") durch diesen Kritiker über die Quelle derhohen Begeisterung aufgeklärt, seinem Lande ein Eposzu schenken, welches mit dem von ihm bewunderten wett-eiferte. Klop stock dichtete die Messiade; er zog diebisher verborgen gelegenen Schätze seiner Mutterspracheaus Licht, bereicherte diese mit dem rhythmischen Wohl-laut, der das Ohr des Griechen und Römers bezauberte;besonders aber gab er seinem Vaterlande die literarischeSelbstständigkeit zurück, indem er mit Lessing das fremdeJoch zerbrach. Bodmer wurde seinerseits wiederum Schü-ler dessen, der ihn seinen Lehrer und Vater nannte. Derjugendliche Dichter und der reife Mann waren gegenseitigfür einander eingenommen: zwischen ihren Seelen warkeine Verschiedenheit deö Alters. Als Klopstock nach Zürich