Band 
Zweiter Theil.
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eines moralischen und kritischen Journales, daS dem „Spec-tator" nachgebildet war. ^). Noch andere Freunde gesell-ten sich bei.'") Dieses erste literarische Journal, welchesin der Schweiz herauskam, rief nicht allein andere inSLeben,") sondern wurde das Panier eines Umschwungesin der deutschen Literatur.

Die Poesie jenseits deS Rheines war matt und trocken.Ein Literat von schulgerechtcr prosaischer Denkart, derauf den Rang eines Reformators Anspruch machte, Gott-sched, Professor zu Leipzig , breitete mit ganz besondererThätigkeit das Reich seiner unsäglichen Eitelkeit über einenTheil von Deutschland auü, und behauptete, indem erder Phantasie und der Freiheit deS dichterischen Geniusden Krieg erklärte, die Literatur seines Landes zu er-neuern; er machte die Gesetze deS französischen Parnassesin demselben einheimisch; in Versen wie in Prosa warer, den Geist und die Anmuth abgerechnet, Franzose.Sein Beginnen und seine Ansprüche reizten die satyri-sche Laune seiner zwei jungen Gegner. Doch erweitertensie den literarischen Gesichtskreis mehr noch in ihrentheoretischen Werken. Die vorzüglichsten Geister Deutsch -

g) Die DiScurse der Mahler, fortgesetzt unter dem Titel: Der Mah-ler der Sitten. Zürich 1721 u. ff. Eine zweite Auflage des letzter,,erschien in Zürich >716. 2 Bde. 8. Wir haben sie oben Bd. XI.S. 611 —KI7 angeführt.

10) In Bern : Nltman», Läufer, Rudolf, Salchli, Scheurer, Stettlcr;i» Luzern: Doktor Lange-, in Basel: Doktor König; iu Trogen :Doktor Laurenz Zellweger lsiehe oben Bd. XI. S.21I,2l2u. 211);in St. Gallen : Doktor Zollikofer. Die Bercinignng dieser Männerwar der Ursprung der gelehrte» Gesellschaften in der Schweiz .

11) In Bern machte das Freitagsblättlein Opposition dagegen; mansah nach einander daS Tempe Ilvlvelicui» , lUiieeum Ildveli-cnm, den lUercaro Luisse, die Helvetische Bibliothek II. a. er-scheinen.