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der ruhmvollsten Laufbahnen. Sein großer Geist umfaßtevon seiner Höhe herab alle Gebiete des Denkens.
Frühe schon als Naturforscher und Arzt seinen be-rühmtesten Lehrern an Ruf gleichkommend, erhielt er 1734ein anatomisches Theater für seine Vaterstadt; für sichselbst aber einen erledigten Lehrstuhl zu erhalten gelangihm nicht. Ein fremder Fürst belehrte Bern , was fürein Genie es an ihm besitze und verschmähe: Haller sichertedie Zukunft der neu gestifteten Universität Göttingen .
Durch Franz I. ward Haller auf die Verwendungdes Königs von England in den Adelstand erhoben, alser seine erschöpften Kräfte in der heimatlichen Luft wie-der auffrischen wollte (1753). Schon hatte ihm Bern ,welches er den Vortheilhaftesten Anerbietungen des Aus-landes vorzog, eine Stelle im Rath der Zweihundert über-tragen. Es dachte den von Europa gefeierten Mann da-durch zu ehren, daß es ihn in den Schulrath und in dasOberconsistorium wählte, wo ihm jedoch die Stiftung undder Glanz, den er der Universität Göttingen verschaffte,wenig Gewicht verlieh. ^°) Als Ersatz dafür wurde er zurUntersuchung der Salzquellen nach Aelen gesandt (1755)und ihm die Revision der Kirchenordnungen der Waadt übertragen (1767). Haller zeigte seine Geistesgröße auchin Behandlung der kleinsten Dinge, und blieb auch imengen Kreise ein Mann von europäischer Bedeutung, ein
29) Ihn, hatte diese Universtlät, wo er >7 Jahre lang lehrte, ihrenerste» Glanz zu danken; auf seine Verwendung ward ein botani-scher Garten, ein anatomisches Theater, eine Hebammenschulc,eine rcformirte Kirche und die Königliche Gesellschaft der Wissen-schaften daselbst gegründet, zu deren beständigem Vorstand er er-nannt wurde.
30) vs. Bernhard Studer , aus der Gesch. unserer HSHein Lehranstal-ten, Bern , 1843, S. 16.