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als in irgend einem der großen wissenschaftlichen Mittel-punkte Europa's , schöpften hier Bürger und Handwerkeraus der Lektüre und selbst aus Studien die dem Republi-kaner eigenthümliche Staatsweisheit und die Vervollkomm-nung der Gewerbe. Die öffentliche Achtung ermuntertedie Wissenschaft und den Fortschritt. 3m Innern derFaniilie ward das Werk der Nationalerziehung fortge-setzt, denn die Genferinnen kannten keinen größer» Ruhm,als die Erfüllung der Mutterpflichten.
Unter den Anstalten Genfs blieb die auf Calvins Rathgegründete, seither immer blühende, Akademie der Haupt-mittelpunkt der geistigen Thätigkeit. Unter ihren Lehrernund Zöglingen zählte sie Männer, die in Staat und Kirche,an den Gerichtsschranken oder in der Wissenschaft sich aus-zeichneten, sei es daß sie dieselbe um ihrer Anwendungoder um ihrer selbst willen pflegten; Männer, die dieEinsicht unter allen Ständen verbreiteten und Genfs Na-men, so weit die europäische Civilisation reicht, bekanntmachten.
Diese Stadt besaß seit dem Beginn des Jahrhundertseinen der berühmtesten Theologen der französisch -protestan-tischen Kirche an Johann Alphons Turretin,")der die Philosophie an die Stelle der Scholastik setzte,und sich die Achtung der Theologen des neuern Deutsch-lands erwarb. Sein Unterricht und Beispiel führten dieKanzelberedsamkeit in Genf auf das Einfache und Wahrezurück. Ihn umgab ein Kreis von Freunden »nd Schü-lern: der gelehrte Leonhard Baulacre, welcher derReligion neunzig glückliche Jahre auf Erden verdankte; ?')Amadeus Lullin, reich an Gaben des Glücks und desTalentes; Jakob Vernet, welchen Montesquieu durch
ro) 1V71-17S7. 71) 1K70-1761.