Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Zürich , das den größten Erzieher unserer Zeit hervorge-bracht hat, als die in der Erziehungswissenschaft am mei-sten fortgeschrittene Stadt der Schweiz . Sieben Klassenbon besondern Schulen entsprachen der Stufenfolge ver-geistigen Bildung und den Bedürfnissen aller Berufsar-ten, von den Schulen an, in denen die Kinder beiderGeschlechter den Elementarunterricht erhielten und darindas Bild des elterlichen Hauses wieder fanden (Haus-Schulen), bis zu jener berühmten Anstalt hinauf, aufwelche man sich durch das gründliche Studium der altenSchriftsteller vorbereitete.'") Unter ihrem alten NamenLollogium Larolinum erhielt die bis auf jene Zeit fürdie Theologen eingerichtete Akademie eine allgemeinereBestimmung; es wurden an derselben unter andcrm tüch-tige Studien zum Frommen künftiger Beamter des Frei-staates eingerichtet, wobei die Sprachen und die Literaturdes Alterthums die erste Stelle einnahmen.

Allgemeine und stufenweise Erziehung, gelehrte undbürgerliche Bildung, humanistische Studien und die so-genannten Realien: alles war in diesem Plane vereinigt.Deutschland suchte damals nach der Lösung der Grund-fragen über öffentlichen Unterricht und Nationalbildung;man sah dort Systeme auftauchen, sich bekämpfen, gegen-s"tig zerstören, die Erfahrungen sich vervielfältigen, dieGrzieher ihre Theoricen an der Jugend erproben. Wäh-rend dieser Zeit trug Zürich im Stillen und ohne damit

nunge». welche die Gesch. des Kirchen- und Schulwesens in Zürich betreffen. Zürich . 1793. 2 Th, 8. Th. I. S, 295-332.bt5) Wir empfchleu, über die Einrichtung und Wichtigkeit dieses Stu-diums nachzulesen S. 15t—182 der Schrift nun Usteri, die hierunser Wegweiser ist, und die erste Rede t» deutscher Sprache1789 an die Zöglinge des lioilogii kumanitatis, gehalten von3. I. Hattinger. Schweizer . Museum. V. Zahrg. III, 666—675.