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Luzern hatte keinen andern niedern oder Hähern Un-terricht gehabt, als denjenigen, welchen die Jesuiten vorund nach der Unterdrückung ihres Ordens äußerst dürftigertheilten. '^) Wg diese todt oder vor Alter unvermögendwaren, so verdingte man die Jugenderziehung den Franzis-kanern, obschon man von der Reform deS religiösen undwissenschaftlichen Lebens, die in der Stille in ihrem Klo-ster bewirkt ward, nichts wußte. Glücklicherweise fandman in ihnen, statt serviler Mönche, Männer, die in ver-alten Literatur und der neuen Philosophie bewandertwaren; etliche derselben studirten Wolf, Leibnitz , sogarKant!
In Solothurn beschloß der Schultheiß Karl StephanGlutz, weil er an sich den Mangel einer strengen Erzie-hung empfand, der Republik durch den Unterricht neuenLebenssaft einzuflößen. Auf seine Anregung unternahmein ehemaliger Jesuit eure Reform. Jgnaz Zimmer»mann, eine der Zierden der katholischen Schweiz undfruchtbarer Schriftsteller, erhielt 1766 den Lehrstuhl derRhetorik und machte seine Schüler mit den besten deut-schen Schriftstellern vertraut.Elutz verschaffte den
1788 gemachten Mittheilung. Gaullieur'sche Sammlung. Zu Nyon gründete >761 ein achtzigjähriger Privatmann zu ähnlichem Zweckeeine Stiftung von 3000 Artn., wovon Nun jedoch die Stadt lebens-länglich den Zins bezahlen mußte. Vgl. oben S 47 Anm. 124.
152) Wir werden an einem andern Orte von der Unterdrückung derJesuiten spreche,,.
153) Trorler, LuzcrnS Gymnasium »>,d Lyceum . 41—43, 66 — 69.
154) Er ward später für dasselbe Fach nach München berufen, nahmzum zweiten Mal seine» frühern Lehrstuhl zu Solothurn ein, undlehrte zuletzt in Luzern . Seine grammatischen und historische»Arbeiten, so wie seine vaterländischen Schauspiele sind die Früchteeines schönen Talentes und eines gewiffenhaften Nachdenkens. Mitseinen geistige» Gaben verband er einen äußerst edlen lLharakler-Er war 1737 in einem Dorfe am Sempachersee geboren.