Band 
Zweiter Theil.
Seite
59
JPEG-Download
 

59

Lehrern freiern Spielraum, welche ihrerseits um so mehrHingebung bewiesen: sie ertheilten gründlichen Unterrichtin der lateinischen Sprache, verbesserten die Schulbücherund ermunterten zu den Wissenschaften.'")

Schaffhausen, Biet, Mühlhausen , Rapperschwul folgtendem Beispiel Zürichs im Verhältniß ihrer Hülfsmittel undBedürfnisse.'") Neuchatel war vielleicht reicher, als irgendein anderer Staat an freigebigen Männern; es verdanktedem ansehnlichen Vermächtniß eines in Lissabon verstorbenenAngehörigen die umfassende neue Einrichtung der städti-schen Unterrichtsanstalten: die Errichtung oder Vervoll-kommnung der Bürger-, Mädchen- und Armenschulen,der französischen und lateinischen Klasse, waren, nebst derErweiterung des Unterrichts auf allen Stufen, die Früchtedieses gemeinnützigen Opfers. Dieser Wohlthäter bedachtedie öffentlichen Anstalten seiner Vaterstadt mit mehrerenMillionen, die er sich durch Arbeit und Sparsamkeitwährend seines ganzen Lebens erworben hatte.Frie-rich H. machte ihn zum Baron, die Schweiz ehrt seinAndenken, wenn sie den schlichten Namen David Pury ausspricht.

Ein Arzt von Schaffhausen , der 1724 starb, hatte zuEnde des siebenzehnten Jahrhunderts eine Methode er-funden, welche die Taubstummen sprechen und mittelstdes Gesichts die Sprache der Andern verstehen lehrt. Jo-hann Konrad Amman fand Nachahmer in Englandund Deutschland .'") Gegen das Ende des Jahrhunderts

155) Robert Glich.-Blvzheu», Nachricht von den öffentlichen Lchran-ffalien in Solothurn , 1818, 6, S. 9.

156) Nvrrmann, II. 1799, 2315, 2337 ; Schw. M»s. III. Jahrg. IV,1126-1135.

157) Nvrrmann, IV, 2780, 2781.

158) Er war nicht der erste Erfinder des Taubstummenunterrichtes.