Band 
Zweiter Theil.
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seine reiche Sammlung, seine Ausgaben von Kunstwerkenund seinen ausgedehnten Handel mit solchen förderte?")die Münzenstecher Samson, von Basel ; Mörikofer,Oheim und Neffe, aus dem Thurgau; Nahl von Ber-lin, der mit seinem Meissel in der Kirche von Hindelbank einen erhabenen Gedanken verkörperte: alle diese Künstlerund noch andere, die ihre Heimat nicht verließen (wirreden hier nur von jenen), bezeugen, wie sehr die Schwei-zer an der Nachahmung der schönen Formen des Men-schenlebens und der Natur Geschmack fanden.

Dieser künstlerische Sinn errichtete im Bunde mit derWohlthätigkeit oder der Religion mitten unter bequemenaber einfachen Wohnungen prachtvolle Gebäude, zu öffent-lichen, wohlthätigen und gotteüdienstlichen Zwecken. DieStadt Bern allein ließ in diesem Jahrhundert ein großesschönes Gebäude für gewisse Behörden und für Gesandtebestimmt, aufführen, 2") den Concertsaal oder Hütet 60lilusique, die Münze, das Nathhaus des äußeren Stan-des, das Kornmagazin, die Bibliothek, das Waisenhaus,der Jnselspital, der äußere Spital, und die Kirche zumHeil. Geist: alles Denkmäler, die eines großen Staateswürdig sind. 2") Die St. Ursus-Kirche zu Solothurn ,wozu der Tessiner Pizzoni den Plan entwarf, würde auchin einer Stadt erster Größe bewundert werden. Sogardie kleinen Kantone riefen die Baukunst in den Dienst ihrerkirchlichen Prachtliebe?")

Auch an musikalischen Talenten gebrach eS der Schweiz nicht; sie widmeten ihre Kräfte der Religion, dem Vater-

242) Siehe Sinner, Voxags llaui Is 8uis»s ocoiiloiNsls, I, 57—Ü3.

243) Die Slift.

244) Beschreibung der Stadt Bern , I, 11—58.

245) «ln supplioii5 veorum waxnillei, äomi psroi.» Sal!u»t.6atri. 9.