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Flüe, in Betrachtungen versunken. Auch einige Städteunterhielten die milde Flamme auf dem Altar der Künste.Luzern schmückte seine Rathssäle mit Gemälden. Zürich besaß Gemäldesammlungen, ehrte das Schöne in allenGestalten, und freute sich, daß die allgemeine Achtung sei-nen Gelehrten auch die Künstler beigesellte: die beidenSchelle nberg von Winterthur , Vater und Sohn;Freudweiler, der im Studium seines Vaterlandes denStoff zu landschaftlichen und geschichtlichen Darstellungenfand; Heß, der bei seiner Fleischschranne von jenen Land-schaften träumte, die seine feste und zarte Hand auf derLeinwand in's Leben rief. Pfenninger, der mit Pin-sel und Stichel die Werke großer Meister zum zweitenMale erschuf, oder Lavaterö Feder bei dessen physiogno-mischen Arbeiten unterstützte. Der Reichthum Berns er-höhte die Genüsse des Luxus durch die schönen Künsteund zog von nah und fern Künstler herbei: Aberli, ^")Freude nberger, ausgezeichnete Mahler von Scenenaus dem Volksleben, und Dunk er von Stralsund durchschöpferische Phantasie ausgezeichnet.^'') Die zürcheri-schen Kupferstecher Herrliberger, ein Schüler Pic-cards, und Lips, in welchem Göthe ein künstlerischesGenie erkannte; von Mechel, der in Basel den Ge-schmack an den schönen Künsten durch seinen Stichel,
240) Seine colorirten Kupferstiche erzeugten einen Erwerbszweig, derjährlich ein Betriebskapital von 30,000 Schweizerfranke» in Um-lauf setzte.
^l) Diese beiden letzter» Künstler verbanden sich zur Herausgabe derI^vuvellss <>o la kviuo iUargiiorils äs biavarrs, erschienenin Bern 1782, 3 Bde. 8. Die Schlußverzierunge» und Vignet-te» dieses Werks sind das Meisterstück DunkerS und ein Beweisseiner reiche» Erfindungsgabe. Man sehe über die ZeichnungS-kunst zu Bern , Beschreibung der Stadt Ber», I, 201—226.