Band 
Zweiter Theil.
Seite
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Chur geborne Angelica Kaufmann ! Zwei Schaff-Häuser, Schalch und Moser, machten ihr Glück in Eng-land; der eine zehn Zahre lang Hofmahler, der andereGründer der königlichen Mahlcrakademie. In eben diesemLande zeichneten sich Lutherburg und Falsch von Ba-sel aus; der erstere ward Berghen an die Seite gesetzt,und sein Mitbürger 2. R. Hub er verdiente den Zunamendes schweizerischen Tintoretto. Heinrich Füßli galtfür einen der größten neuern Mahler und ward von derMahlerakademie zu London zu der Ehrenstelle eines Vor-standes erhoben. Drei andere Zürcher gleichen Namenslebten ebenfalls als Mahler an deutschen Höfen, zu Wien undParis , und machten sich durch ihre jetzt noch mit Rechtgeschätzten Arbeiten um die Geschichte der Kunst verdient.Alexander Trippel , von armen Eltern zu Schaffhau-sen geboren, erfüllte als genialer Bildhauer Rom , die hei-lige Stadt der Künste, mit dem Ruhm seines Namens.Frey, von Luzern , erhob sich eben daselbst durch dieBetrachtung der Vorbilder und durch seine Begeisterungfür Domenichino zum Rang der ersten Kupferstecher sei-ner Zeit.

Auch im südlichsten Theile der Schweiz , am Ufer jenerSeen, in denen die letzten Schneeberge der Alpenkettewiederglänzen und an deren Gestade Italiens milde Lüftesäuseln, wurden die Einwohner des Tessin vor allen an-dern im Gebiete von Lugano von der künstlerischen Be-geisterung ergriffen. Colomba, achtzehn Zahre durchdie Gunst des Herzogs von Würtemberg gefesselt, verließihn zuletzt nur, um an den Sardinischen Hof zu gehen;Magati, um dessen Gemälde sich Pavia, Mailand undandere Städte Italiens streiten; Pankaldi, der in Bo-logna seine Meisterwerke um den Ruhm dahin gab; Ruöca,Hofmahler zu Madrid , dessen Genie in allen Königssitzen