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Die Landwirthschaft blieb die Grundlage desschweizerischen Lebens. Sie erlitt Veränderungen, dochim Ganzen vervollkommnete sie sich. Der Getraidebaunahm in einigen Alpengegenden ab, wo die Sorglosigkeitder Hirten mit der bloßen Pflege der Heerden und mit denReizen eines Nomadenlebens sich begnügte;') die dem Acker-bau durch die fremden Kriegsdienste entzogenen Arme,Ersparnisse an Arbeitslohn und der leichte mühelose Absatzdes Futters an die Sennen (Küher) hatten die Verwand-lung vieler Aecker in Wiesen zur Folge. Umgekehrt er-kannte man an den angesäten oder mit Getraide bedecktenEbenen des Kantons Zürich und des deutschen Gebietesvon Bern und Freiburg die Ausdauer eines Menschen-schlages, der stark war, wie der von ihm angebauteBoden, und man bewunderte daselbst den sichtbaren Wohl-stand. 3m oberen Aargau waren Bauern, welche einVermögen von fünfzig bis hunderttausend Thaler besaßen,nichts Seltenes. Um die Mitte deS Jahrhunderts sahman die drei Söhne eines Schultheißen von Huttwyl,der 600,000 Schweizerfranken besaß, dem Pfluge treubleiben, und seine Tochter, um die sich viele Bernerherrenbewarben, einen Landmann heirathen?) An den Uferndes Zürcher -, Thuner- und Genfersees erhielt der Wein-bau immer größere Ausdehnung. Kaum reichte derselbeim Rheinthale zum Unterhalte der Rebleute hin, welchezu sehr Sclaven ihrer Gewohnheit waren, als daß sie inder Ebene dem Meine durch Eindämmung Wiesen undWeiden abzugewinnen gesucht hätten.^) Allgemein ließ
1) Besonders I» den Waadtländer -Aipcn m,d Saanerlande. Hierertrugen die Kornzehme» von 1770—1780 kaum die Hälfte vondemjenigen, was sie von 1730 bis 1740 abgeworfen hatten. VonTillier, 4,8.
L) Von Tillier, 4lv, 417.
3) Von Arr, S93.