Band 
Zweiter Theil.
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man den Weidgang und die alten Mißbrauche, das Ge-folge des Schlendrians, bestehe». Von Zeit zu Zeit er-ließen die Obrigkeiten den Umständen angemessene Ver-ordnungen; aber eine Reform der Gewohnheiten einesVolkes kann nur die Wirkung allgemein verbreiteter Ein-sichten sein. In dieser Ueberzeugung gründete ein Dcrner,dessen ganzes Dichten dem gemeinen Besten zugewandtwar, Johann Rudolf Tschiffeli , schon 1759 in sei-ner Vaterstadt, eine ökonomische Gesellschaft, hauptsächlichZum Zweck der Verbesserung deS LandbaueS.') AnS Re-gierungSgliedern, Geistlichen, Landwirthen und FeldbauernZusammengesetzt, vereinigte sie die Vatcrlandsfreunde allerStände. Die Aufgaben, die sie ausschrieb, die Abhand-lungen, die sie zu wohlfeilen Preisen austheilte/) dieHerausgabe ihrer Verhandlungen in deutscher und fran-zösischer Sprach/) verbreiteten gemeinnützige Kenntnisseund landwirthschaftliche Verbesserungen. Die EinführungdeS Kleebaus, der Luzerne, der Esparcette, deS Kartoffel-baues, die künstliche Wiesenwasserung, die Abänderungder Brachen, die Stallsüttcrnng, die Ausbreitung derHanfkultur, der verbesserte Weinbau u. s f., war ihrWerk/) Die Industrie, der Handel, die Nationalwirth-schast, Gesetzgebung und andere allgemeine Interesse» wa-ren die Gegenstände, denen die Gesellschaft ihr Augenmerk

1) Vorrede zum dritten Jahrgang der Verhandlungen der Geseilsel alt.Er besaß ei» weitläufiges Hvn, auf dem er alle neuen Entdeeknngc»erprobte. 1716->789.

ö) Man sehe deren Verzeichniß in der Beschreibung der Stadt undNerublik Bern, II, >54, 153. Seit 1779 gab sie eine neueSammlung derselben unter einem neue» TUel heraus. Siehe auchNorrman», 1, 373 — 377.

6) Bon 1780 bis 1772, 20 Lklarbände.

7) Beschreibung der Stadt und Republik Bern , I, 188, 184.