eidgenössisch zu gleicher Zeit, ließ die Wirkung nicht außerAcht, welche in den kleinen Kantonen die Ueberlassung vonEetraide, daö er chnen von seinem Ueberslusse abträte,hervorbringen würde.") Der Flecken Schwyz ließ seinegroße Kornhalle, Arth sein Korn- und Salzhaus neuwieder aufbauen oder herstellen.")
Die Alpen wirthschaft, aus wenigen Elementenzusammengesetzt, war in minderem Grade einer Verbesse-rung fähig; doch mußte auch sie die allgemein gesteigerteRegsamkeit verspüren. Der Wohlstand der Kantone, de-ren hauptsächlichste Erwerbsquelle sie war, scheint gegendas Ende des Jahrhunderts von Fortschritt zu zeugen.")Glaruü vermehrte durch strenge Verordnungen den Er-trag seiner Alpenweiden.")
Von der Höhe der Bergweiden wie aus den Thälernerstreckten sich zwei Zweige des Hirtengewerbes über dieganze Schweiz und die Nachbarländer, der Handel mitVieh und mit Käsen, die mit den besten in Europa be-
22) Gutachten der Direktion für die Fruchtvorräthe, 3. August 1773;es handelte sich um die beiden Landestheile von Unterwalden; dasKornhauS von Bern enthielt damals ungefähr 30,000 ScheffelGetraibe, und die Erndte war reichlich ausgefallen.
23) Gesch. uns. werth. Vaterl. Schwitz, II. Fol. 153.
24) Die Berge des Kantons Schwyz , so hoch sie auch sind, sind dochnur da- Fußgestell der noch Hähern Urner und Unterwaldner Berge.Sie enthalten reiche Weiden und sind theilweise mit prächtigenWäldern bedeckt; die steinigen Gegenden bieten noch Weide fürSchafe und Ziegen. Gegen das Ende des 18. Jahrhunderts hatman berechnet, daß der Kanton 3380 Kühe, 1500 Stiere undZnchtochscn, 500 Pferde und 2000 Stück Schinalvieh ernähre.Jährlich wurden 44,400 Käse verfertigt und verkauft, was, einernur zu 6 Gld. angeschlagen, 266,400 Gld. ertrug. DaS Groß-und Schinalvieh und die Schweine sind von ausgezeichneter Art.Gesch. uns. werth. Baterl. Schwitz, II-, 125, 126.
25) Schüler, 326.