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Die Talente und die Tapferkeit der Schweizer hattenbesonders Gelegenheit sich im siebenjährigen Kriegehervorzuthun, der nach dem Frieden um die Mitte deSJahrhunderts eine neue Aera eröffnete und in dem dieKriegskunst alle ihre glänzenden, wie ihre fürchterlichen- Seiten entfaltete. Dieser Krieg war in dem der franzö-sischen Revolution vorhergehenden Zeitraum der Gipfelfür die Ausbildung der Kriegskunst und gewann sogar dasmenschliche Gefühl, weil man in dem königlichen Feldherrndas Genie mit jener Seelenstärke gepaart sah, die denUnfällen den sittlichen Muth entgegensetzt und, durch dieNiederlagen auf sich selbst zurückgewiesen, in ihrem eignenInnern immer wieder neue HülfSquellen entdeckt. Fried-rich il., der Held deS Jahrhunderts, bewirkte in einemgroßen Theile der Schweiz eine Begeisterung für sich, dieeinem Rausche glich. Die Verner besonders, von kriege-rischem Geiste beseelt und ohnehin einem protestantischenFürsten gewogen, feierten die Siege ihres Helden mitFreudenschüfsen. ') Nichts desto weniger wurden auch dieRegimenter auS den reformirten Orten trotz aller Vor-stellungen gegen Preußen, Hannover und Hessen gebraucht:Menn daS Interesse und die Begeisterung in WiderspruchMiethen, so blieb der AuSgang nicht lange zweifelhaft.Tbeilö der ökonomische Vortheil, welchen einflußreiche Fa-milien auö dem Militärdienste und auS dem Handel mitFrankreich zogen, theils die Besorgnisse wegen feindlicher'Plane bewirkten, daß auch die Reformirten daS gute Ver-illiltniß mit Frankreich zu erhalten strebten. ?) Die Ein-ielnen, wie die Stände ließen sich durch daS Interesse^stimmen. So bedeckten sich die Schweizer im sicben-
Von Ttllier, 234, 235.
^ Ersch u,,d Gruber Encyklop. Sektion I, Th. 32, S. 142.