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offiziere aller Waffen vierzehn Tage lang in der preußi-schen Taktik, die damals für die erste in der Welt galt,eingeübt wurden. Eine Menge Zuschauer strömten täglichaus der Stadt, vom Lande selbst aus den entferntestenKantonötheilen, herbei. Noch lange nach den Tagen die-ses Nationalfestes, rühmte sich das Volk dessen in seinenUnterhaltungen. Lange blieb die Erinnerung an den Ehr-furcht gebietenden Waffengefahrten des großen Friedrichmit seiner hohen, kriegrisch schönen Gestalt in den Gemü-thern des Volks und der Zugend. Lentulus führte fastin allen Theilen der Kriegsverfassung seines Kantons Ver-besserungen herbei?) Seine Gegenwart hatte die Vorliebefür die Waffen und die Kriegskunst neu belebt. Dersiebenjährige Krieg und Berns Beispiel veranlaßten auchandere Regierungen, den Verbesserungen des Kriegswesensihre Sorgfalt zuzuwenden.'")
Durch diesen Krieg wurden die schweizerischen Be-fehlshaber in fremden Kriegsdiensten und mittelbar auchdie eidgsnössischen Stände dem Einfluß der großen Mächteund vornehmlich Frankreichs immer mehr unterworfen.Diese letzter» belohnten seit langem die Tapferkeit und dasTalent der schweizerischen Offiziere mit Titeln, Wappen,Dekorationen und allen für den Ehrgeiz erdachten Aus-zeichnungen; ja sie erhoben mitunter diese Tapfern zu denersten Graden der kriegerischen Orden/ zum Commandeur-
9) Er reichte der Regierung mehrere Denkschriften ei». Von Tillier,264, 265.
10) Mehrere Kantone erließen KcicgSordnungen; 1763 Basel (KriegS-übnngc» für die Land-Miliz Löbl. Standes Basel); 1765 Freiburg (KriegS-Ordnung der Stadt u. Nep. Freyburg); 1774 LuzernlHochobrigkcitliche KriegS-Ordonanz, nebst den Handgriffen, Evolu-tionS und Chargiernngen der Luzernerischen Dragoner). Zürlchward durch den Vorgang Berns angespornt. Schreiben des H-Oberst May von Buren an den Verfasser, 20. Dezember 1843.