Band 
Zweiter Theil.
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leuten Feinde sehen. Die Harten erkannten als ihr Par-teihaupt i»en Commandanten Karl Dominik Pfeil,Gastwirth zum Pfauen/?) an. In seinem Gasthof hetzteman die Landleute wie Jagdhunde auf, sagt ein schwy-jerischer Erzähler, indem man ihnen Pfeffer in denWein schüttete. Pfeil übte eine unbeschrankte Macht aus.Er gebot, und seine Gegner wurden gestürzt, seine Freundezur Gewalt erhoben. Er hatte eine Liste von denjenigen,welche man an Vermögen, Ehre oder Leib strafen sollte:Geld, Gunst oder Versprechungen konnten sie allein retten;Rang, Ansehn, Einsicht, Verdienst, Alter, geleistete Dienste,nichts schützte gegen die Härte, mit der er die Leichtgläu-bigkeit oder das Zutrauen des Volkes mißbrauchte.^) Durchdiesen Mann und den Schneider Städeli^) dazu ermun-tert, fing daS Volk an, seiner Erbitterung in einer langenReihe von Urtheilssprüchen Luft zu machen. Fast dasganze Jahr 1761 hindurch kam es, so oft es ihm beliebte,zusammen, selbst mehrere Dige nach einander, niemalsohne Urtheile zu fällen. Durch einen einzigen Akt stelltees daS Gesetz und daS Verfahren auf, und wandte selbstbeides an, oder war vielmehr Gesetz und Richter in EinerPerson und erleichterte, statt alles ordentlichen Verfah-rens, das Zeugnißablegen und das Angeben. Klüglich ver-bot es, sich für den französischen Dienst Geld, zu trinkenober zu essen geben zu lassen; aber nachdem es demjeni-gen, den man verführen wollte, die Verpflichtung aufer-legt hatte, den Verführer zu laiden, so setzte es fest, daßbrei Zeugenaussagen, selbst über verschiedene Thatsachen,genügen sollten, um jemanden als Landesverräther zu

b?) Heutzutage die Krone.

88) Geschichte uns. werthen Vaterlande-, Fol. 1 ld.ös) G, Meyer von Knonau, 37.