welcher sie herzhaft die Ladung anzündete. Von diesemAugenblick an war der General unter den Häuptern derConföderirten.^')
Auf das Verlangen dieser Partei berief der Schult-heiß den großen Rath zu einer außerordentlichen Ver-sammlung ein. Nachdem dieselbe ( 23 . September) eröff-net war, trug der Rathsherr Anton Schumacher, derhauptsächlich die Einberufung verlangt hatte, die Beweg-gründe hiefür vor: „Morgen, sagte er, soll das Volk derLandschaft den neu erwählten Landvögten die Huldigungleisten; bevor eö aber huldigt, will es wissen, ob es einerkatholischen oder einer lutherischen Obrigkeit schwören muß."Nach diesem Eingang zeigte er, wie die Religion durchdie beiden Büchlein, die daö Gift des Unglaubens enthal-ten, gefährdet sei. Der Amtsschulthciß äußerte sich nurfurchtsam mit zitternder Stimme. Diejenigen, welche,wie der entschiedene Alt-Schultheiß Keller, es wagten, dieLeidenschaften, die sich unter der MaSke des Religions-k'sers versteckten, anzugreifen, waren die Minderheit.Die aufrichtigen oder hingerissenen Eiferer hatten dasLAehr. Zu ihrer Wuth gesellte sich der Haß eines Pie-pers, der jeden Anlaß begierig ergriff, den täglichen Rath^er die Ehre der Patrizier anzugreifen. Ein obrigkeit-liches Mandat^) wurde gegen die beiden verdammlichenBüchlein erlassen, 3000 Gulden Belohnung dem Entdecker^s Verfassers oder seiner Mitschuldigen verheißen, die^htern im voraus alter Ehren und Aemter entsetzt undehr- und wehrlos erklärt. AufConrad Schumachers^"trag beschloß man alle an jenem Tag ankommenden'-iefe amtlich zu erbrechen. Die Minderheit erinnerte
-belveiia, I, 205, 20«.
findet sich i» Helvetm, I, 212, 213.
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