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in Anspruch, dem großen Rothe ihre Vorstellungen einzu-reichen; der Rath setzte ihnen hartnäckig sein vorgeblichesVerneinungsrecht (clroit nägatif) entgegen. Nunbegann der Kampf der beiden Parteien, der Repräsen-tanten und der Negatifs."")
Um diese Zeit gab ein Mann von großem Vermögenund aristokratischen Sitten, ein um seiner Tugenden willenberühmter Beamter, der General-Prokurator Tronchin,ein Freund Boltaire'ü, und selbst mit sehr überlegenenEinsichten und Talenten begabt,"') für welche die kleineRepublik ein fast zu enger Kreis war, seine „Briefe vomLande" heraus, eine Art politischer Roman, in welchemer in gemäßigtem Tone die Verfassung und die FreiheitenGenfs als Muster einer Staatseinrichtung darstellte. Alleinder Schriftsteller hatte die Fülle seiner Einbildungskraftund seiner Sprache auf die Vekerrlichung der willkürli-chen Gewalt und nicht der Freiheit verwandt. Rousseau ,der Demokrat, dagegen, welcher der obersten Behördeseiner Vaterstadt fein Werk über den „Ursprung der Un-gleichheit der Stände" gewidmet hatte, weil er, wie mansagte, dem Rathe nicht mit dessen Zueignung huldigenwollte, "?) richtete gegen letztere Behörde '") seine „Briefevom Berge," durch welche die Gemüther sehr aufgeregtwurden. Wenige Tage nach ihrem Erscheinen wurde eine„anonyme Antwort auf die Briefe vom Lande" verbreitet.Darin wurden die streitigen Fragen und einige anderenicht minder gefährliche behandelt. Diese beiden Schrif-ten, von welchen die von Rousseau die weniger gefährlichewar, bestärkte die Repräsentanten und vermehrte ihre
130) 7i>lilin>u klrtor., 187-180.
131) cosn„su>I, ülömoire», I»Iroä. I>. VIII.
132) liNNenu t>,»>. 175.
133) Gegen Ende de- Jahres 1784.