Band 
Zweiter Theil.
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Anzahl. Sie hielten öfter berathende Versammlungen.Ebenso der Rath, der in seinen Ansichten getheilt war.Die einen riethen der Regierung, abzudanken, andere,das Steuer nicht mitten im Sturme fahren zu lassen,noch andere, diese Bücher der Vergessenheit anheim zugeben, indem sie meinten, die darin enthaltenen falschenAnklagen würden von selbst fallen. Denjenigen, welchedie mit der Verfassung vereinbaren Zugeständnisse machenwollten, ward die Gefahr vorgestellt, wenn man das Volkdaran gewöhne, daß alle feine Begehren erfüllt würden.'")

Diese mehrere Tage hindurch andauernden Verhand-lungen hatten eine Erklärung zur Folge, in welcher dieSyndiks und der Rath mit Schmerz und Entrüstung diedurch Schriften verbreiteten Lügen zurückwiesen. „Mansollte nach denselben glauben, sagten sie, das Vaterlandseufze unter schwerem Drucke, der Rath sei eine Rottevon Tyrannen, die bald durch Kriechen, bald durch Frech-heit die oberste Gewalt erreichen und eine Staatsinqui-sition errichten wolle. Diese Verleumdungen werden durchden allgemeinen Wohlstand widerlegt. Aber man hat dieVerfassung verlästert und Zwietracht gesät. Auf welchenErfolg seiner Berathungen könnte der Rath noch rechnen,nachdem man ihm durch falsche Beschuldigungen das Herz derKinder des Vaterlandes geraubt hätte! Die Regierung einesFreistaates muß in dem Zutrauen der Bürger ihre Stützefinden; in diesem beruht seine Kraft und sein Leben."'")Dies war eine Berufung auf das Zeugniß der Bürger,ein gewagter Schritt, der leicht auf die Seite der Demo-kratie ausfchlagen konnte. Mehr als neunhundert Genfer oller Stände, Repräsentanten und andere, traten in aller

1^4) Nvgislres 6e» lionseilz, 15 — 18. Januar 1765.

135) Nezjzlres äo» Lonseils, vom 2. Februar 1765. Am 6. warddie Erklärung von den Zweihundert gutgeheißen.