Band 
Zweiter Theil.
Seite
316
JPEG-Download
 

316

Die Frage über die ewige Dauer deö Bündnisses verur-sachte großen Streit in den Räthen der Kantone?') Eineder größten Schwierigkeiten entsprang aus den Privile-gien?') eine andere überdies aus der erst angehobenenUnterhandlung mit einigen einflußreichen Rathsgliedernvon Zürich und Bern ; angesehene Männer in diesen bei-den Kantonen, durch ihre Ausschließung aus den gehei-men Comite's beleidigt, letzten ihren Ehrgeiz darein, denVertrauten Frankreichs entgegen zu arbeiten?') Nochandere Hindernisse zeigten sich im Verfolg der Unterhand-lungen.

Der Ritter von Beautcville, der wegen seiner zcrüt-teten Gesundheit vom Könige seinen Abschied erhalten?")verließ die Schweiz , wo er manche Beweise von Achtungund Zuneigung erfahren hatte. ^) Er hatte den Präsi-denten des Parlamentes von Dijon , Joseph Gravierde Vergennes zum Nachfolger, den Bruder des Gra-fen de Vergennes?') des neuen Ministers?er auswärti-gen Angelegenheiten. In dem vertrauten Kreise desMinisteriums für die Betreibung der Dundeserneuerungausersehen, erhielt er die Anweisung, mit Beihülfe derKantone zu trachten, die Grundsätze der Einigkeit, deöVertrauens und der Verbrüderung als Grundlage derschweizerischen Verfassung wieder zu beleben; die Freiheitund Unabhängigkeit jedes Standes, durch Unterstützungseiner Wohlfahrt aufrecht zu erhalten und das ganze

23) 1776. 8»ii>so, >'o. 387 hie und da, unter andern« Des FrancheSan den Minister, 24. u. 26. Mai.

2t) VcaitteMe an den Minister, 4. August 1774.

25) Picamiih an den Minister, 2t. Januar 1776.

26) Der Minister an Beauteviile. 7. Juii 1775.

27) Von Tillier, 280.

28) Auch dem Botschafter giebt man den Grafentitel in seinen Instruk-tionen, 8ui»»v, 0,'r. 388.