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väterliche Wachsamkeit. Aber eben so ließen sich auchfreimüthige Stimmen über den.Entwurf des Vertragessowohl, als über die verfassungsmäßige Stellung der Ob-rigkeit zu der Bürgerschaft vernehmen. Die Gefahrenjedes Bündnisses eines kleinen Staates mit einem mäch-tigen Fürsten wurden auf vielen Zünften, sogar auf derZunft der Adeligen (Conftaffel) geschildert. Geistliche,Staatsmänner, Handwerker erinnerten sich der Warnun-gen Zwingli's und Bullinger's vor ungleichen Verträgenund vor den Religionsgesahren bei einem Bunde mitFrankreich ; „wenigstens hätte man Bedingungen zu Gun-sten unserer Glaubensgenossen in Frankreich festsetzen sollen.Zürich , sagte der Pfarrer Geßner, hat sich gänzlich vonden mit Frankreich verbündeten Kantonen getrennt und -ist darum nicht schlechter daran gewesen. Die Neutrali-tät ist unsere Grundlage." — Auf der ersten Zunft desMittelstandes, auf der Saffran , setzte Hauptmann Hof-meister unparteiisch die Geschichte der frühern Bündnisseauseinander, rechtfertigte Frankreich gegen verschiedeneAnschuldigungen, schloß aber dennoch mit der Verwerfungdes Vertrages. Die Folgen dieser Verwerfung feien nichtzu fürchten. Die Aufhebung der Kapitulation wäre keinUnglück, da in Folge des fremden Kriegsdienstes eben soviel Geld aus dem Lande gehe, als wieder in das Landkomme. Die Artikel des Vertrages werden Auslegungennöthig machen, und diese kostspielige Gesandtschaften undVerdrießlichkeiten nach sich ziehen. Da Frankreich Han-delsvorrechte verspreche, so werde man diese ohne ZweifelMit einer für Zürich nachtheiligen Reciprocität bezahlenmüssen. — Auch die andere Meinung hatte ihre Verfechter.Zwei Vortheile des Vertrages wurden hervorgehoben