Band 
Zweiter Theil.
Seite
342
JPEG-Download
 

Kurz vor dem Abschluß deü Bündnisses würd die StadtZürich "") durch einen Zwischenvorfall beunruhigt. 3»allen aristokratischen Städten der Schweiz war die Bür-gerschaft, in Folge der ursprünglichen Trennung der Hand-werke, noch in Zünfte eingetheilt, die einige Trümmeroder wenigstens Erinnerungen an frühere politische Rechtebewahrten. DaS Libell oder die Fundamental-Sahungvon Zürich schrieb vor, die Regierung solle die wichtige»Geschäfte der auf ihren Zünften versammelten Bürger-schaft vorlegen. Die Erneuerung deS Bündnisses mitFrankreich beschäftigte die von Natur regsamen Zürcher mehr,' alö eS der Regierung lieb war. Drei Woche»nach dem Abschluß verhandelte die Tagsatzung darüber;die Zweihundert, in Betracht der gegenwärtigen Lage undeingedenk des Grundgesetzes, beschlossen, die Ansicht derZünfte über den Entwurf deü Bündnisses binnen einerFrist von drei Tagen einzuholen.

Waü in vielen Gemüthern im Verborgenen gährte,kam in den Berathungen der Zünfte zu Tage. ES fehltezwar nicht an Komplimenten gegen die Regierung für ihre

Des FrancheS mein Bedauern darüber ausgedrückt." Wen» dasGeld leine Herrschaft über einzelne Staatsmänner ausübte, sothaten dies die Bänder. Wir lesen In einer Anmerkung des Bot-schafters vom 3. Juli >777: „Der Schultheiß ", der seit deinBeginn der Unterhandlungen auf allen Dagsabungen gewesen ist,sucht für die in dieser Sache geleisteten Dienste nm das Band deSSt. Michael nach. ... Es lst dies el» einfache« und wohlfeilesMittel, für immer ei» Staudeöhnuüt an uns zn fesseln, da« erst43 oder 44 Jahr alt ist und uns lange Zeit gut« Dienste ln stbnein Kanton leisten kaun." Er erhielt e», nachdem er zwei Iah"daraus gewartet hatte. Der Minister a» Bergenncs, 3. August >77S-107) Quelle» : Nachrichten von den bürgerlichen Unruhen A. 1777 sowegen der französischen 'Allianz entstanden. Stadiblbliothek >"Zürich , IU,c. 6. 275. Zürcherlsche Geschichten. r. XlV. S.

irs-r!>7.