chen!" sagte ei» Diener des Evangeliums.'") Anderefügen bei : „die Verhandlung hat zwei Jahre gedauert,und man hat den Zünften keine Mittheilnng gemacht."")Angenommen, ihre Mehrheit spräche sich gegen den Bundaus, würde dieser dennoch abgeschlossen? Dann wäre dieFreiheit der Bürger bloß „eine ideale."'") „Bei derErneuerung der Fundamentalsatzungen im Jahr 1713,"sagte ein Schreiner,"") „hat man gewiß der Bürgerschaftnichts nehmen, sondern ihr vielmehr etwas geben wollen." —' Der eine verlangte acht Tage Aufschub, ein anderer zehnoder zwölf, damit die Zünfte den Vertrag prüfen und sichnachher mit Sachkenntniß darüber aussprcchen könnten;ein dritter schlng vor, jede Zunft solle sechs Abgeordnetebezeichnen und diese gemeinsam ein Gutachten entwerfen.Man erwiederte diesen allen, ein Aufschub sei nicht mög-lich, die andern Kantone hätten unterzeichnet und warte-ten mit Ungeduld auf die Unterzeichnung Zürichs . Qnar-tierhanptmann Schultheß, aus einer Familie stammend,die wir in den zürcherischen Jahrbüchern oft in den Reihender Opposition erblicken, dankte mit halber Ironie derObrigkeit für den besondern Beweis von Zutrauen, densie der Bürgerschaft dadurch gebe, daß sie ihr daS Resultatder Verhandlungen vorzulegen geruhe. Er habe sich vondem Bündnisse einen andern Begriff gemacht, als denje-nigen, den er aus den Schriften geschöpft, welche zweiund einen halben Tag den Bürgern zur Einsicht offengelegen. Mas ihm am besten in dem Entwurf gefalle,sei das, daß derselbe so viele Artikel unbestimmt lasse unddaß man erst bei zwei Jahren den Sinn derselben bestim-
115) Kaspar Häfcli, auf der Schneiderzunft.
116) Professor Tobler, auf der Consiaffcl.
117) Der RathSprolurator Maser.
118) Däniler, auf der Zunft der Zinimerleute.