Band 
Zweiter Theil.
Seite
355
JPEG-Download
 

355

stein, im Sommer 1777, auf seiner Reise in verschiedeneLänder Europas, auch nach der Schweiz kam. Indessenließ er bei seiner Durchreise nur das Andenken an dieLeutseligkeit, die ihm alle Herzen gewann,'") an seineWohlthätigkeit und seine geistige Ueberlegenheit zurück.'")In seinem zimmetfarbigen Kleide suchte er in Genf vorallem einen Heros der Wissenschaft, de Saussüre, auf.Die Werkstätte des Mahlers Liotard, dem Maria The-resia eine Tochter auö der Taufe gehoben, und die öffent-liche, durch Auswahl reiche Bibliothek zogen seine Blickeauf sich.In Bern musterte er als Kenner der Kriegs-wissenschaft das Zeughaus, stattete dem großen, anseiner letzten Krankheit darniederliegenden Haller einenständigen Besuch ab, verbat sich aber den Besuch desSchultheißen von Erlach.Mit Beobachtung des streng-sten Incognito empfieng er die Abgeordneten der Regie-rungen nirgends. Er ließ den Nathsschreiber von Basel nicht vor sich, während er den gleichen Mann, wenn ersich als Isaak Zselinangemeldet hätte, mit Freudenwürde aufgenommen haben. Er sah in jener Stadt nurden Kupferstecher von Mechel,'") und von ihm begleitet,eine Bandfabrik und die öffentliche Bibliothek. Dagegenunterhielt er sich mit dem Meier eines Dorfes und bezeugte

>52) Der Prästveut de Bergcnncs an den Minister, 20. Juli 1777.

>5Z) liiiil.

>54) N>8i. »no. ot most. »io i» re>>. so iirnbvv, 4e öriit. Genf ,1779, S. >86, 187; monathl. Nachr. >777, S. 114.

>55) „Der Sohn des Schultheißen nun Erlach, der bei seiner Besich-tigung des Zeughauses zugegen war, ha! ihn, mit eben st großerBewunderung als Ueberraschung, darüber in sranzöflscher Spracheund in den besten Ausdrücke» sprechen höre»." BergcnneS an denMinister, 3i. Juli.

>56) Welchem er jedoch seine Aufmerksamkeit verdanken ließ.

>57) Oben, Erstes Kap. S. 72. 158) Ibick. S. 89.