376
tcr entsetzt und zu zehnjähriger Gefangenschaft verur-theilt; sein Sohn'") und mehrere andere mit geringerenStrafen belegt.
Aus den amtlichen Berichten und den Verhören gehthervor, daß die Einwohner von Stein gegen den haupt-sächlichsten Beschwerdepunkt gleichgültig waren; dagegen« sehr an jenen, den Völkern, Städten und Einzelnen theuernpolitischen Rechten hicngen, die man mit Eifersucht, jamit Bitterkeit vertheidigt, wenn man ste Obern gegenüberzu vertheidigen hat.
Während dieser Streitigkeit erregten zwei mit ihremStadlmagistrat zerfallene Bürger von Stein in Zürich einige Besorgnis, dadurch daß sie zu dem Wienerhofe ihreZuflucht nahmen. Der Hofrath that Schritte deswegenund eS war nicht unbekannt, daß der Kaiser einige Zahrefrüher Nachforschungen wegen der zu verschiedenen Zeitenvom Hause Oestreich gemachten Veräußerungen und einesorgfältige Durchsuchung des Archives von Konstanz an-geordnet hatte. Diese Thatsachen in Verbindung mit demfrischen Andenken an die Reise Josephs II. und MasersVeruntreuungen weckten das Mißtrauen gegen die Gesin-nungen und Absichten des Kaisers aufs neue.6°) Seit
67) Der Sohn Win; war noch jung - um ihm sein Fortkomme» nichtunmöglich zn machen, gestattete man ihm, sich in einem holländi-schen Negimcnte nach Wcstindie» anwerbe» zn lassen. In seinerAnwerbung lag seine Begnadigung. Er machte sein Glück ineinem Handelsbausc in Snrinam, kehrte mit seinem Vermögen inseine Heimat zurück, und der Kanivn Schaffhausen, weichem Steinspäter einverleibt wurde, erhob ihn zu öffentliche» Ehrcnstellen.
68) Bacher an den Minister, 26. August 1782, Nr. 88. ööoto rvlatik» u» ckitleroml g»! s'est olevo entrc l'Iümporvnr «t Iv <l. <IoXiiricli, au sugol (Iv la vülo 6v 8>viii; I.ellro <i'»n Magi-strat äo /.uricir (Bürgermeister Ott an Pfhffet von Heidegg),15. Scpt., in 8ui»»o, dio. 415.