399
weigerten, zu sitzen, weil sie nicht frei seien. So herrschteder SicherheitüauSschuß ohne Aufsicht und Hinderniß;auch nahm er in seinen Erlassen den Titel „Nagniliquesvl H(!8 llc>nor«>8 86i'g»c!ur8°' an, in welchem er in derFolge die erstere Benennung strich. Seine Thätigkeit istzum größten Theil verborgen geblieben; denn das Endeseiner Verwaltung wurde durch das Verschwinden feinerProtokolle bezeichnet, der schwerste Klagepunkt gegen jedeBehörde. Er hatte seine außerordentlichen Vollmachtenauf zwei Monate erhalten; sie wurden fsir die doppelteZeit verlängert.'") Der neue Rath hatte sich währenddieser Zeit fast nur mit bürgerlichen oder Kriminalpro-zessen und mit den Einrichtungen zu beschäftigen, welchedie Vollziehung des Ediktes von 1781 nach sich zog, be-sonders für die Ernennung neuer Bürger. 2» weniger,als zwei Monaten wurden hundert vier und neunzig Bür-gerrechtöbriefe ausgegeben, welche ungefähr vierhundertachtzig Personen beschlagen. Bei allen wichtigen Unter-nehmungen sahen die Syndiks immer die der ihrigen ent-gegengesetzte Meinung obsiegen.
Diese drei Staatsbeamten,'^) vom Sicherheitsaus-schuß ausgeschlossen, obschon sie die gesetzlichen Häupterder Regierung waren, nahmen im Gegensatz mit jenemdie Haltung einer gesetzlichen, aber geheimen, nur von denverbündeten oder vermittelnden Mächten anerkannten Be-hörde an. Gleich am 9. April, zwei Tage vor der Bil-dung der revolutionären Regierung, da sie den Rath, vonwelchem mehrere Glieder abwesend oder verhaftet waren,nicht ohne Gefahr zusammen berufen konnten, schrieben
>17) Am 13. Juni, in der Bnrgerversammlung, mit >001 gegen 15SUmmen.
148) Baraban, Sarasin und Lullin; der vierte, Dentand, war Präsi-dent des SicherheitSauSschusseS.