Vor dem Siege der Repräfentantenpartei, als die bei-den Kantone geschienen hatten, auf die Beruhigung Genfs zu verzichten, anerbot der König von Sardinien demKönig von Frankreich , sich mit ihm zur Herstellung desFriedens zu vereinigen. Er nahm den von dem Kabinetvon Versailles entworfenen Plan an, und ließ Truppengegen Genf aufbrechen.'") In Bern betrachtete man dieEinmischung Sardiniens als einen Streich von SeitenFrankreichs , um sich für die geringe Willfährigkeit derKantone zu rächen. Diese Ansicht war indessen irrig.Ludwig XVl. , entschlossen, Genf zu beruhigen, und über-zeugt, daß es ihm nie gelingen würde, benutzte den gutenWillen des Königs von Sardinien; übrigens wollte erkiedurch beweisen, daß er nur das Wohl der Republik im Auge habe, wobei alle ihre Nachbarn gleich betheiligtseien.'") Der König Viktor Amadeuü selbst führte an,wie ihm und der Schweiz an Genfs Erhaltung und Wohl-stand gelegen sei.'") Der französische Minister bat Bern ,zuzuwarten, damit die Truppen der drei Staaten gleich-zeitig aufbrechen und eintreffen könnten.'") Bern beauf-tragte seine frühern Mediatoren, Steiger und von Wat-tenwyl, auf Grundlage der Vermittelung von 1738 undder von dem französischen Minister ausgesprochnen Grund-sätze einen Vergleich zu Stande zu bringen. Der Auf-stand des genferischen Volkes hatte das größte Aufsehnin Bern gemacht, welches bei dem Anblick der in dieHände der Aufrührer gefallenen Gewalt zitterte,'") undan die vielfältigen Verbindungen zwischen Genf und der
155) Der Minister an Polignac, 9. Mai 1782.
158) Derselbe a» denselben, 8. Juni. Der Minlster an Bern , 9. Juni.
157) Schreiben an Zürich und a» Bern , 19. Juni.
158) Der Minister an Paiignac, 9. Mai.
159) Schultheiß Sinner an Bacher, 2t. April-XII. Bd.
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