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behandelten die durch Erfahrung und von Natur einsich-tigen Staatsmänner sogar in den Räthen mit Gering-schätzung. Die Syndiks Le Fort und Guainier und derSenator Calandrini, der Stolz der gemäßigten Partei,sahen sich genöthigt, ihre Entlassung zu verlangen. Derehrwürdige Alt-Syndik Gideon Turretini starb, vielleichtvor Schmerz, sein Vaterland unter ein Zoch gebeugt zusehen. Mit seltenen Talenten begabt, durch seine Gelehr-samkeit und die vertraute Bekanntschaft mit vielen Spra-chen eine Zierde der Akademie, entwickelte er in seinemAmte eine eigenthümliche Geschicklichkeit in den größtenund sogar in den geringfügigsten Geschäfte». Allein seinerepublikanische Gesinnung hielt die Aristokraten, seineMäßigung die Republikaner von seiner Person, dann auchvon seinem Anhange fern."") So wird der Weise oft,in den Zeiten politischer Leidenschaften nur von der Un-dankbarkeit zum Grabe geleitet.
Nach der Besetzung wurde die Truppenzahl etwasvermindert. Die Werner kehrten bis auf vierhundertMann ins Lager bei Nyon zurück, von wo sie bald inder Erntezeit nach Hause entlassen wurden. Als die po-litische Gährung vorüber war, wurde der Grenzcordonvon fünfzig Deutschen durch Waadtländer abgelöst.'^)Die fremde Besatzung blieb zwei und zwanzig Monate.'^)Der Ausgang dieser Unruhen erfreute in der übrigenSchweiz die Anhänger einer festen Ordnung und kräfti-gen Regierung."")
184) piool, 251; '1'abl. tnslor. ol polit. II, 154—161.
185) Von Tiliier, 307.
186) Bis Ende April 1781. Bon Tillier, 3l0.
187) „Die SiaatSmänner, welche dafür gellen, die Lage der verschie-denen Kantone am besten zu kenne», gebe» zu, daji ohne dieMaßregeln, die dle drei Mächte ergriffen haben, um den Fort-