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ten sich in der zweiten Hälfte des April einige Mißver-gnügte in Bulle und beschlossen, um St. Iohannisfestezahlreich und mit Stöcken bewaffnet nach Freiburg zuziehen, während die Obrigkeit und die Bürgerschaft in derHauptkirche versammelt seien. Andere wollten die Aus-führung beschleunigen: man solle sich schon am 3. Maides Zeughauses, der Stadtthore, der wichtigsten Postenund des Staatssiegels bemächtigen; Las Volk durch einenAufruf zu gewinnen suchen, durch den neubestellten Nathdie Ansprüche der Gemeinden erfüllen lassen.
Die Obrigkeit erhielt am 30. April Kunde von derVolksbewegung und versuchte es, sich Chenaux zu bemäch-tigen; allein bereits war sein Anhang zu stark. Siesehte einen Preis auf seinen Kopf; aber die Empörerhielten den Boten an und bekamen so Kenntniß davon.Sie ließen ihn dann zum Landvogt von Greierz gehenund hielten diesen in seinem Schlöffe gefangen. Der Botewurde an Seilen über die Mauer herunter gelassen undgelangte auf einem Umwege nach Freiburg . Die Theil-nehmer des AufstandeS vertheilten sich in der welschenLandschaft, um das Volk aufzurufen, welches sich auch zurWiedererlangung seiner Rechte erhob. Es strömte am2. Mai schaarenweise nach Posieux, zwei Stunden vonFreiburg . 2 ") Am 3. Morgens näherte sich Chenaux, vonetwa fünfzig Mann begleitet, der Stadt bis auf geringeEntfernung, und verlangte Einlaß und sicheres Geleit,um ehrerbietige Vorstellungen im Namen des Volkes ein-zureichen. Er erhielt keine Antwort. Sein Haufe ver-größerte sich durch Leute, die durch die Hoffnung, ihreWünsche erfüllt zu sehen, herbeigezogen wurden.
212) Von Tiltier. 2SK.
213) IluIIolin <1o I^mouta, am 7. Mai durch die Kanzlei Freiburg an den französischen Botschafter geschickt. Suisro, dio. 412.