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mittelbar vorn Volke erwählten Standeshauptes gab Gu-ter und seinen Freunden neue Waffen in die Hand. Sieermunterten sich gegenseitig, die Rechte der Landsgemeindezurückzuverlangen. Die Regierung erhielt Kunde voneinem feindseligen Plane, achtete aber nicht darauf. Am16. August drangen während der Sitzung des Wochen-ratheü etliche hundert Bauern in den Flecken Appenzell ein, an ihrer Spitze ein Mann mit langem rothem Barte;alle zogen mit dem Rosenkranz in der Hand und betendvor Suter's Wohnung. Dieser trat heraus, den Degenan der Seite, und begab sich mit jenen Leuten nach demRathhause, wo sie ungestüm Eintritt verlangten. Siewurden hineingelassen, der Saal füllte sich an: Sutersprach im Namen aller: „Das Volk, sagte er, verlangtseine ihm genommenen Rechte. Man hat mir, wie Schel-men und Dieben das Landsiegel genommen, und eö willselbes wieder in meinen Händen, damit ich es an derLandsgemeinde, wo ich es empfangen, wieder zurückgebenkann." — „2a, ja, das Siegel her, daS Siegel wollenwir," rief der Haufe unter Geschrei und Schandaus-drücken. Weder der Landammann noch ein anderes Raths-glicd konnte zur Sprache kommen. Suter schien Freudean den Beschimpfungen zu haben, die seine Gegner er-fuhren; ohne Einhalt zu gebieten, sah er zu, wie frecheWühler dem Landammann Geiger die Perrücke vom Kopfenahmen, und die Rathsherren zum Fenster hinaus zuwerfen drohten. Auf einmal ward es stille. Eö hieß, dieOberdörfer seien zum Schutz der Obrigkeit im Anzüge.Die Zusammenberufung des großen zweifachen Landrathesward beschlossen, daS Volk verließ daS Rathhaus und un-ter Geschrei und Jubel ward Suter nach Hause getragen.
Am 22., als der große Rath sich versammelte, lang-ten die Oberdörfer in Prozession mit Kreuz und Fahnen
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