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an; aber die Schützen, bewaffnet, bewachten das Rathhaus.Suter verlangte, gehört zu werden, ward aber abgewie-sen?^) Der Rath erkannte auf den 27. eine Landge-meinde zur Wahl eines Landammanns zu halten. DenRathsgliedern, nicht aber dem gemeinen Landmann, ver-bot er, auf den Suter „zu rathen;" an der Landsge-meinde solle niemand außer den Beamten mit Seitenge-wehr, und weder Tambour noch Pfeifer erscheinen??")In dieser kurzen Zwischenzeit von fünf Tagen boten Su-ters Feinde alles wider ihn auf, gute Worte, Wein,Speisen, sogar Geld, heißt es; alles ward in Bewegunggesetzt, besonders aber Himmel und Hölle. Die Geistli-chen und die Kapuziner, die sein Witz nicht verschonthatte, giengen von Haus zu Haus, hielten Prozessionen,benutzten die Kanzel, den Beichtstuhl, die außerordentli-chen Gebetsstunden um das Volk gegen den aufrühreri-schen, friedestörenden, ketzerischen Landammann aufzubrin-gen, der sich der Toleranz schuldig gemacht und einenProtestanten für seinen Knaben zu Gevatter gebeten. Soward ein Scherz des bernischen Alt-Schultheißen von Er-lach von seinen Hassern als Ernst aufgenommen. Suter'sAnhänger galten als Gehülfen der Hölle; für sie gab eskeine Absolution.^') Das Mißtrauen war so groß, daßder Vater seinem Sohn, der Sohn seinem Vater nichttraute. Die obrigkeitliche Partei wurden die Harten,die Suterische die Linden genannt???) Am Tage derLandsgemeinde maßen sie sich, indem sie sich gegenseitigdrängten, die ersten um Geiger, die letztern um Suterauf den Stuhl zu heben. Ein Landpfarrer führte, wie
319) Schreiben Euters a» Glarus , 30. April 1776.
390) Bischofbei-ger; Rüsch; Unparteiische Geschichte.
32 >) Rüsch, 77, 78. Unparteiische Geschichte.
322) Bischofberger.