Band 
Zweiter Theil.
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Wappen, den alten Staat und den alten Glauben hinein-warf, um Volksgottheiten und eine» verjüngten Kultuödaraus hervorgehen zu lassen. Frankreich erkannte zu-erst (1778) mit einer für die Zukunft Europa'S prophe-tischen Begeisterung die auf die Grundlagen dcS Natur-rechteS gebaute Unabhängigkeit der amerikanischen Frei-staaten an. In Frankreich kam alö die langsam reifendeFrucht der Arbeit zweier Jahrhunderte die Revolution zuStande, durch die eine neue Aera eröffnet, der BodenEuropas erschüttert ward, und vor deren Wetterleuchtender Glanz der Throne erblaßte: die Alpen widerhalltenvom Echo ihrer Donnerfchläge. DaS Kabinet von Ver-sailles, der Geist deü Hofeü und die Sitten deS AdelShatten zu großen Einfluß auf die Schweiz ausgeübt, alSdaß nicht wiederum auch die Trunkenheit der Revolutionhatte in vielen Gemüthern eine Gährung erzeugen sollen.Der Uebermuth der herrschenden Kasten, die mit Hartegeltend gemachten Vorrechte, die Unterdrückung der Un-terthanen erweckten sogar in den demokratischen KantonenSympathie für die völlige Umgestaltung deS Staateö.In GlaruS zum Beispiel begrüßte man die Anfange derRevolution mit aufrichtiger Freude;') denn dieser Kantonhatte schon seit 1788 Theilnahme für die Lage der Wer-dcnberger, seiner Unterthanen, gezeigt?) im Lauf derfolgenden Jahre stellte er sie für gewisse Auflagen denLandleuten gleich?)

Unter den aristokratischen Ständen hatte Solothurn1785 die Leibeigenschaft aufgehoben und die persönlicheFreiheit feiner Unterthanen anerkannt.'') ES erklärte inseinem Erlasse, daß schon der bloße für den Mensche»

1) Schüler. Gesch. Landes GlaiuS, 372. 378.

2) Band XI, S. E u. soludc. 3) Schüler, 377.

4) Protvtoll von, 9. Anguß'