Band 
Zweiter Theil.
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Wahrheit zu fugen, eine große Zahl Bürger ergriff dieFlucht."'-?)

Mittlerweile schlug man sich in den andern Höfen,wie in der Cour royale, und von dem Garten der Tuile-rien her, von der Terrasse der FeuillanS aus regneteeü Flinten- und Kanonenkugeln auf die Vertheidiger desSchlosses. Die letzter» trieben die Angreifenden auf allenSeiten zurück, indem sie vornehmlich die Marfeillaner,die die Spitze der Angriffscolonnen bildeten, zu Bodenstreckten. „Die Schweizer unterhielten ein höllisches Feuer,"sagt Petion abermal. Indessen da es ihnen an Munitionzu gebrechen anfieng, und sie jeder Hoffnung auf Unter-stützung beraubt waren, so beschlossen sie, ihr Leben theuerzu verkaufen. Im Rücken durch eine Colonne, die ebenin den Garten eingedrungen war, bedroht, lehnten sichachtzig von ihnen an die große Treppe, und vertheidigtensie gegen Taufende von Feinden, von denen vierhundertfielen, ehe die Schweizer besiegt und gctödtct werden konn-ten. Einem Glarner von außerordentlicher Leibeskraft,Fridolin Hefti, riß eine Kanonenkugel den Schenkel weg.Seine Waffenbruder eilten ihm zu Hülfe. 3n diesem Au-genblick ward Sammlung geschlagen. Hefti rief: „Hörtihr'S? Thut Eure Pflicht und laßt mich sterben."'^)Dieser Kampf dauerte zwanzig Minuten, bis der zuneh-mende Andrang der Masse jeden Widerstand erdrückte.Jetzt suchte jedes schweizerische Peloton einen AuSwcg.„Eine Compagnie zog sich nach der Straße de l'Echellehin und ward dort gänzlich aufgerieben. Eine Abtheilungvon etwa dreihundert Mann suchte nach den ElpfeischenFeldern durchzudringen, trennte sich aber bald, wegen

127) Nöcil du 10 .ioül, pur kelion, muiro del'sris, in der llisl.

parlem. I. XVl.

128) Schulte, 372.