Band 
Zweiter Theil.
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Treue zu verlangen. Ungeachtet der thätigsten Umtriebeder Gegner Berns leisteten von den dreißig Bataillonen,aus denen die waadtländische Miliz bestand, vier und zwan-zig den Eid. Etwa ein Viertheil der Mannschaft war zuHause geblieben. Aubonne, Vevay und Cully waren dieeinzigen Orte, wo die Beeidigung nicht Statt findenkonnte.^).

Oft geschieht es in der Schweiz , wenn die Seucheschon bis zum Herzen ihres Organismus gedrungen ist,daß die Regierungen die Schmerzenslaute der Krankheitmit dem Geräusch einer Feierlichkeit übertönen.

Zm deutschen Gebiete des Kantons Bern verfolgtemehr als Ein Feind der Aristokratie die Bewegungen inder Waadt mit Theilnahme, und wünschte ihnen im StillenFortgang. Auch die Aargauer waren als Unterthanenihren beimischen Herren gegenüber in derselben Stellung.Diese Gesinnung wird eines Tages hervorbrechen; süreinmal wird sie durch die Regierungsgewalt Berns tief indie Herzen zurückgedrängt. Die Bevölkerungen der innernSchweiz bleiben ruhig: im Osten derselben spürt man denStoß auS Westen.

Gegen das Ende deö fünfzehnten Jahrhunderts (l489)erließ der Bürgermeister Waldmann von Zürich im stol-zen Gefühle dessen, was er vermöge, Sittenmandate fürdas Volk, welche den Freiheiten zuwiderlaufende Neuerun-gen schienen.^) Mit Härte unterdrückte er das Murren

403) Bon Tillier, 536, 545, 549; Meyer, 528.

404) Quelle»' Eine Sammlung von Abschriften aller auf die nun zuerzähleirden Erclgnlffe bezüglichen Urkunden lm Besitz« meine»Freunde», de» zürcherlsche» SlaatSarchivar», Hr. Gerold Meyervon Knonau . — Der Memorialhandel der Seegemeinden des Kam.ton» Zürlch lm I. 1794 und der KrlegSüberzug der GemeindeSlLfa im I. 1795; au» Berichte», welche zwei Augenzeugen und

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