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Zürich und Bern suchten dagegen ihr Verfahren zu rechtfer-tigen. „Die Lage der i. I. 1712 erworbenen Herrschaften unddie durch selbige erhaltene Cvmmunikativn der beide» Ständeseien die einigen wesentlichen Vortheile, die sie davon beziehen.Wann sie 1712 ihre Siege sich hätten zu Nutze machen wollen,so hätten sie auch die Abtretung des Thurgaues und Rheintha-les, ja noch mehrere Vortheile erhalten können."?) Als um dieMitte deS Jahrhunderts (1756) Frankreich und mehrere Kantonedie Erneuerung des Bundes wünschten, tauchte die Restitutions-frage wieder auf. Denn seitdem Frankreich in die Von Kaunitzgelegte Schlinge sich verwickelt und ganz an Oestreich ange-schlossen, beide Mächte dann aber diese Verbindung den Eidge-nossen angezeigt hatten, fiengcn die V Orte an, in einem höher»Tone die Restitution zu fordern. Da zugleich der BorromäischeBund neu beschworen wurde, und der französische Botschafterde Chavigni) wieder Vorschläge wegen der Restitution als Ein-leitung zu einem allgemeinen Blinde aller Orte mit Frankreich machte, so wurde das Verhältniß der beide» Parteien neuerdingssehr gespannt, und jedes feindliche Gerücht fand sogleich Glau-ben. Indessen blieben Zürich und Bern fest auf ihrer Weige-rung.^) Der zürcherische Naihsherr Heidegger stellte dem Bot-schafter in einer von diesem gewünschten Unterredung vor, daßdie Freiheit im Handel und Wandel alle Augenblicke durch dieChikanen der geldsüchtigc» fremden Landvögte gestört würde, daßdie Grenzen des zürcherischen Gebietes gegen die Grafschaft Ba-den sehr eng seien, ein sehr lebhafter Verkehr zwischen beidenbestehe, und unter solchen Umständen unausweichlich Neligions-streiligkeitcn entstehe» müßten. „Die sonst armen Unterthanen,fügte er hinzu, würden durch die tyrannische Regierung der un-
welche die Beweggründe der Katholischen für ihr Begehren derRestitution auseinander setz«», nebst den AUdertegnngeii; eine sehrausgedehnte Abhandlung, >>. tlll—1175.
2) Annieriungen über die von den Eatiioltschen Orten anbegehrtc Re-stitution, in Zürcherische Geschichten, ,. XIV. S. 238-3V8.Zürcherische Stadtbibliothek, ülso Ilelv. <i. 275.
(3 Ersch und Gruber, Enehciop. Ite Sektion, Th. 32. S. 112. 113-